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Vom Volkspark zur Redaktion, zweiter Versuch

Die am 18. April ausgefallene Leserwanderung ist nun für den 19. September geplant

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Wetterfest und gut informiert: nd-Leserinnen und -Leser bei einer Wanderung in Jahr 2014.
Wetterfest und gut informiert: nd-Leserinnen und -Leser bei einer Wanderung in Jahr 2014.

Das hatten sich die Organisatoren schön ausgedacht: Am 23. April 1946 war die erste nd-Ausgabe erschienen. Im Vorfeld des 75. Jubiläums der Tageszeitung sollte die nd-Leserwanderung am 18. April 2021 zum markanten nd-Haus am Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin-Friedrichshain führen. Doch die Corona-Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. So wie bereits bei der Frühjahrswanderung 2020, die ebenfalls ausfallen musste, weil solche Veranstaltungen im Lockdown nicht zulässig waren.

Im vergangenen Jahr hatten wir die Strecken für die Frühjahrswanderung nicht vergeblich ausgesucht. Die Tour wurde als Herbstwanderung nachgeholt. Genauso wollen wir es auch jetzt am 19. September halten und die Strecken in Angriff nehmen, die schon am 18. April abgelaufen werden sollten.

Die 103. nd-Leserwanderung startet also, wenn nicht erneut etwas dazwischen kommen sollte, am 19. September von 9 bis 11 Uhr am Berliner Sport- und Erholungszentrum (SEZ) an der Landsberger Allee Ecke Danziger Straße.

Die kurze Strecke über eine Distanz von sechs Kilometern wird den Volkspark Friedrichshain durchqueren. Die lange Strecke macht zusätzlich einen Schlenker durch den Volkspark Prenzlauer Berg, der von einer Erhebung gekrönt ist, die einige schöne Ausblicke auf Berlin erlaubt. Dieser Volkspark Prenzlauer Berg ist nicht so bekannt und so häufig besucht wie der Volkspark Friedrichshain, erfreut sich aber zunehmender Beliebtheit.

Wer mitläuft, wird am Thema Krieg und Frieden nicht vorbei kommen. Denn unterwegs gibt es einige Denkmale und Erinnerungsorte. Obwohl es eine Stadtwanderung ist, geht es durchs Grüne und im Friedrichshain vorbei am Denkmal für die polnischen Soldaten, an der Friedensglocke, am Großen Bunkerberg, am Märchenbrunnen, am Denkmal für die Spanienkämpfer und am Friedhof der Märzgefallenen. Auf dem letzten Kilometer geht es durch die Richard-Sorge-Straße. Sie erhielt ihren Namen 1969 zum 25. Todestag des Kommunisten. Sie erinnert daran, dass der Kundschafter für die Sowjetunion 1944 in Japan hingerichtet wurde.

Wir können gegenwärtig wieder nicht sagen, ob die Coronalage und die Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie am 19. September die traditionelle Zielfeier zulassen werden. Bei der Herbstwanderung im vergangenen Jahr war die Feier nicht möglich. Wir informieren rechtzeitig, wie es diesmal sein wird.

Damals sind die nd-Leser nur gewandert, mussten sich Proviant mitnehmen und gingen am Ziel schnell auseinander, um eine Menschenansammlung zu vermeiden. Das Quiz mit den unterwegs ausgehängten Fragen hat es gegeben - und soll es auch diesmal geben. Als Hauptgewinn winkt wie immer ein Fahrrad. Wenigstens daran ändert sich nichts.

Wanderkarte: dasND.de/Wanderkarte2021

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