Werbung

Leser wandern durch Volkspark Friedrichshain zum »nd«

Start der Herbstwanderung am 19. September von 9 bis 11 Uhr in Berlin am SEZ an der Landsberger Allee

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 3 Min.
Spanienkämpfer-Denkmal im Volkspark Friedrichshain
Spanienkämpfer-Denkmal im Volkspark Friedrichshain

Im Berliner Volkspark Friedrichshain sind auch auch schon so früh am Morgen Menschen unterwegs: in Laufschuhen, auf dem Fahrrad, mit ihrem Hund – und mittendrin Rainer Genge vom nd-Verlag und ich aus der Redaktion. Mein Kollege zeigt mir, welche Strecke er sich für die nd-Leserwanderung überlegt hat.

Die Wanderung startet am 19. September, einem Sonntag, von 9 bis 11 Uhr in Berlin vor dem SEZ an der Landsberger Allee, Ecke Danziger Straße. Der S-Bahnhof Landsberger Allee ist 850 Meter beziehungsweise elf Minuten Fußweg entfernt. Man könnte von dort auch eine Station mit der Straßenbahn fahren.

Die Start- und Wanderkarten gibt es am nd-Stand vor dem SEZ. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch hat angekündigt, dass sie mitlaufen wird. Die kurze Strecke führt durch den Volkspark Friedrichshain und ist sechs Kilometer lang.
Die lange Strecke macht zusätzlich einen Schlenker zum Volkspark Prenzlauer Berg. Sie ist zwölf Kilometer lang. Die Teilnehmer der Wanderung kommen im Volkspark Friedrichshain vorbei am Denkmal des polnischen Soldaten und des deutschen Antifaschisten, errichtet nach einem Entwurf von Arnd Wittig, Günther Mertel, Zofia Wolska und Tadeusz Łodziana. Die polnische Regierung hatte sich als Standort den Pariser Platz am Brandenburger Tor gewünscht, doch eingeweiht wurde das Denkmal im Mai 1972 im Volkspark Friedrichshain. Gewidmet ist es in deutscher, polnischer und russischer Sprache »der polnischen Volksarmee, die an der Seite der Sowjetarmee einen ruhmvollen Kampfweg von Lenino bis Berlin zurücklegte und einen Beitrag für die Befreiung der Völker Europas vom Faschismus leistete«. 1995 erfolgte eine Ergänzung, dass an dieser Stelle auch den Soldaten gedacht werde, die in der polnischen Heimatarmee und an der Seite der britischen und US-amerikanischen Truppen kämpften.

Nächste Station ist der 1913 eröffnete Märchenbrunnen, der nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wieder hergerichtet wurde. Danach geht es zum Spanienkämpferdenkmal, in den Jahren 1966 bis 1968 geschaffen durch die Bildhauer Fritz Cremer und Siegfried Krepp zur Erinnerung an die Interbrigadisten, die in den 1930er Jahren der Spanischen Republik im Krieg gegen den von Italien und Hitlerdeutschland unterstützten General Franco zu Hilfe eilten.

Vorbei führt die nd-Wanderung weiterhin an der im japanischen Stil gestalteten Friedensglocke, die an die Opfer der 1945 über Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen Atombomben erinnert. Hier wird der Verein Friedensglocke einen Infotisch aufstellen und Fragen der nd-Leser beantworten. Außerdem passiert die Wanderung den Friedhof der Märzgefallenen der Revolution von 1848. Auf diesem Friedhof steht seit 1960 ein Abguss der Plastik Roter Matrose von Hans Kies. Diese Plastik, das Original steht in Strausberg, bezieht sich auf die Matrosen der Novemberrevolution von 1918.

Wer sich das jetzt alles aufmerksam durchgelesen hat oder diesen Beitrag ausschneidet und bei der nd-Leserwanderung am 19. September mitnimmt, der kann schon einmal vier von fünf Fragen beim Quiz unterwegs beantworten. Für die dann noch übrige Frage muss man sich vor Ort am Märchenbrunnen umschauen. So viel sei hier schon verraten. Zu gewinnen gibt es bei der Verlosung am Ziel gegen 14 Uhr zehn Preise. Hauptpreis ist ein Fahrrad.

Ziel der Wanderung ist das nd-Gebäude am Franz-Mehring-Platz, wo wir auf dem Hof gegen 12 Uhr Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) erwarten. Es wird dort auch Informationen zur nd-Genossenschaft geben, welche die sozialistische Tageszeitung ab Januar 2022 herausgeben soll. Interessierte können und sollen beitreten. Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro.

Das Lesecafé »Babett« ist geöffnet. Dort kann man sich Getränke, Brezeln oder etwas zu Knabbern kaufen. Es ist aber auch möglich und durchaus ratsam, sich genug Proviant einzustecken, damit auch auf dem Hof noch etwas davon zum Verzehren übrig ist. Vom nd-Hochhaus sind es im Grunde nur ein paar Schritte bis zum Ostbahnhof und auch der U-Bahnhof Weberwiese ist nicht weit.

Weitere Berlin-Themen:

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
0
Beiträge gelesen

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und kaufe eine virtuelle Ausgabe des »nd«

0
Beiträge auf nd-aktuell gelesen

Hilf mit, die Seiten zu füllen!

Zahlungsmethode