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Hungerstreik wird verschärft

Klimaktivist*innen am Reichstag setzen Ultimatum und drohen mit Verschärfung

  • Lesedauer: 2 Min.
Der Aktivist Jakob, der an dem Hungerstreik teilnimmt, liest in einem Zelt eines Protestcamps im Regierungsviertel ein Buch mit dem Titel
Der Aktivist Jakob, der an dem Hungerstreik teilnimmt, liest in einem Zelt eines Protestcamps im Regierungsviertel ein Buch mit dem Titel "Ziviler Ungehorsam".

Die Klimaktivist*innen im Hungerstreik in Berlin haben der Politik ein neues Ultimatum für Gespräche gesetzt – manche von ihnen wollen bei Nichtbeachtung auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen. Sie riefen die Spitzenkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sowie die Spitzenkandidaten von CDU und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, bis kommenden Donnerstag um 19 Uhr erneut zu einem Gespräch auf, wie die Gruppe am Montagmorgen mitteilte. Sollten die Politiker den Termin nicht wahrnehmen, wollen die Hungerstreikenden reagieren.

Einige der Aktivist*innen, die inzwischen seit mehr als drei Wochen hungern, haben für diesen Fall damit gedroht, ihre Aktion zu verschärfen und auch keine Flüssigkeit mehr zu sich zu nehmen. Der andere Teil der Gruppe will diesem »trockenen Hungerstreik« nicht folgen. »Wir Anderen treffen für uns die Entscheidung, dass es sich nicht mehr lohnt, der Kanzlerkandidatin und den Kandidaten noch mehr unseres wertvollen Lebens und unserer Gesundheit zu opfern, um sie diesen Test doch noch bestehen zu lassen«, hieß es. Am Sonntag waren zwei Aktivist*innen zusammengebrochen. Unklar blieb zunächst, ob sie den Hungerstreik in der bisherigen Form fortsetzen – oder die Aktion beenden wollen.

Eine sechsköpfige Gruppe junger Erwachsener hatte am 30. August vor dem Reichstagsgebäude mit einem unbefristeten Hungerstreik begonnen. Ihr Ziel ist zum einen ein öffentliches Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten über den Klimawandel. Zum anderen verlangen sie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz vorgeben soll. Zwei von ihnen hatten den Hungerstreik am Wochenende beendet. dpa/nd

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