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Die Macht der Realos

Aert van Riel zur Urabstimmung der Grünen zum Koalitionsvertrag

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 2 Min.
Die Grünen-Chefs Robert Habeck und Annalena Baerbock bei der Ergebnisverkündung der Urabstimmung über den Koalitionsvertrag mit SPD und FDP
Die Grünen-Chefs Robert Habeck und Annalena Baerbock bei der Ergebnisverkündung der Urabstimmung über den Koalitionsvertrag mit SPD und FDP

Die Spitzenpolitiker der Grünen haben von ihrer Basis einen großen Vertrauensvorschuss erhalten. Sie ist mehrheitlich zufrieden mit dem Personaltableau der Partei und dem Koalitionsvertrag, der mit SPD und FDP ausgehandelt wurde. Bei einer Urwahl haben die Grünen nun mehr als 86 Prozent Zustimmung hierfür erhalten. Dass der eher linke Fraktionschef Anton Hofreiter bei der Vergabe der Ministerposten leer ausging und stattdessen der Realo Cem Özdemir das Landwirtschaftsressort übernehmen soll, stößt in der Basis auf keinen nennenswerten Protest. Der Flügel um Özdemir, dem auch die Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck angehören, hat ein deutliches Übergewicht bei den Grünen und wird weiterhin den Ton angeben. Die Mitglieder haben mit ihrer Abstimmung auch diese Machtkonstellation bestätigt.

Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Euphorie bei den Grünen anhalten wird. Denn sie werden in den nächsten Jahren als Teil der neuen Bundesregierung auch die eine oder andere Entscheidung mittragen, die nicht jedem in ihrem Umfeld gefallen wird. So sind etwa die Erwartungen aus der Umwelt- und Klimabewegung an die Partei enorm. Enttäuschungen sind in diesem Bereich programmiert.

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