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Hochkonjunktur in der Pandemie

Daniel Lücking zu den neuen Zahlen der Sipri-Friedensforschenden

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Heiko Maas (SPD), geschäftsführender Aussenminister, Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr und Eva Högl, Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags stehen sinnbildlich für den Trend, der wohl auch im Jahr 2021 anhalten dürfte: Mehr Rüstung.
Heiko Maas (SPD), geschäftsführender Aussenminister, Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr und Eva Högl, Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags stehen sinnbildlich für den Trend, der wohl auch im Jahr 2021 anhalten dürfte: Mehr Rüstung.

Zum sechsten Mal in Folge wuchsen die Verkäufe der Rüstungsindustrie. 531 Milliarden US-Dollar vermeldet das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm, umgerechnet 470.000.000.000 Euro, setzte die Branche 2020 um. Da sich hauptsächlich Staaten Waffen in großer Zahl beschaffen durften, müssen sich die Kriegstreiber*innen der Welt eine andere Zahl vorhalten lassen.

Die Vereinten Nationen verabredeten vor wenigen Monaten, umgerechnet 3,37 Milliarden Euro in die weltweite Bildung zu investieren. Rund 1,7 Milliarden kommen von der Europäischen Union. Wohlgemerkt nicht jährlich, sondern mit eher lang als mittelfristigen Zielsetzungen bis 2030. Während Bildung in eher homöopathischen Dosen gefördert wird, boostern die wachsenden Verteidigungsetats der Nato-Staaten die Rüstungsindustrie durch die Pandemie.

Es gerät zur Randnotiz, dass Russland zum dritten Mal in Folge gegen den Trend handelt, während international keine Gelegenheit ausgelassen wird, die russische Aggression auf dem Territorium der Ukraine anzuprangern. Das muss auch sein, aber es wäre längst an der Zeit, dass beide Seiten abrüsten. Russland in der Ukraine - der Westen und China weltweit in den Bilanzen der Kriegsindustrie.

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