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Zahl der Kirchenaustritte in Berlin nimmt zu

Anteil der Mitglieder der Kirchen und Religionsgemeinschaften an der Bevölkerung der Hauptstadt sinkt

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 1 Min.
Passantin geht in Berlin-Mitte an einem Plakat vorbei, auf dem 2011 - vor dem Hintergrund des damals bevorstehenden Papstbesuches - für Kirchenaustritte geworben wird.
Passantin geht in Berlin-Mitte an einem Plakat vorbei, auf dem 2011 - vor dem Hintergrund des damals bevorstehenden Papstbesuches - für Kirchenaustritte geworben wird.

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Berlin haben in den vergangenen fünf Jahren einen deutlichen Mitgliederschwund und eine wachsende Zahl an Kirchenaustritten hinnehmen müssen. Allein der Anteil der Mitglieder der Evangelischen Kirche Berlin Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Römisch-katholische Kirche (Erzbistum Berlin) an der Gesamtbevölkerung der Hauptstadt zwischen 2016 und 2020 von 25,63 Prozent auf 22,71 Prozent zurück gegangen. Das geht aus einer Antwort der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung auf eine Anfrage von Sebastian Schlüsselburg, Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, hervor. Demnach wurden 2021 von Anfang Januar bis Ende September insgesamt 14 058 Austritte aus Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Stadt registriert. Dabei nahm die Zahl der Kirchenaustritte kontinuierlich zu, stieg bei der evangelischen Kirche von 2190 im 1. Quartal auf 2899 im 3. Quartal, bei der katholischen Kirche von 1868 im 1.Quartal auf 2436 im 3. Quartal.

Eigenen Angaben zufolge registrierte die EKBO im vergangenen Jahr 402 Aufnahmen und 1086 Taufen, das Bistum Berlin 132 Aufnahmen und 1786 Taufen. Angaben zu Kircheneintritten und Taufen liegen nach Angaben der Senatsverwaltung für 2021 noch nicht vor.

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