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Liste des Horrors

Alexander Isele über die Gewalt des Putschregimes

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.
Ein Massaker zu Weihnachten: In Myanmar sind die verbrannten Leichen von etwa 35 Menschen laut Informationen von örtlichen Menschenrechtsaktivisten und Medienberichten gefunden worden.
Ein Massaker zu Weihnachten: In Myanmar sind die verbrannten Leichen von etwa 35 Menschen laut Informationen von örtlichen Menschenrechtsaktivisten und Medienberichten gefunden worden.

Fast ein Jahr nach dem Putsch in Myanmar veröffentlichte das im Exil herausgegebene »Irrawaddy«-Magazin zum Jahreswechsel eine Liste des Horrors: Aufgezählt werden die 14 schlimmsten Massaker des Jahres 2021, die Sicherheitskräfte im Namen der Junta begangen haben. Das bisher letzte Massaker fand an Weihnachten statt, dabei wurden 35 vor Gefechten fliehende Menschen lebendig verbrannt. Die EU und die USA forderten daraufhin erneut, das von den Vereinten Nationen im vergangenen Sommer empfohlene Waffenembargo einzuhalten.

Unter der Junta fällt das Land ins Chaos. Die Wirtschaft brach schon kurz nach dem Putsch zusammen, zahlreiche alte Konflikte lebten wieder auf oder eskalierten, neue entstanden. Menschen fliehen zu Tausenden in die Nachbarländer Indien und Thailand, Hilfs- und internationale Organisationen schlagen Alarm. Dem Regime ist das alles egal, es interessiert ausschließlich der Machterhalt samt persönlicher Bereicherung. Beeindruckend ist, wie die Menschen weiterhin nicht aufgeben und für das neue Jahr zur Revolution gegen das Militärregime aufgerufen haben. Es bleibt ihnen auch nur wenig anderes übrig, wie der seit elf Monaten andauernde Absturz ins Chaos unter der Junta zeigt.

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