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Wie in den 1980er Jahren?

René Heilig zum abermals erweiterten Moskauer Manöverpoker

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.
Ein russischer Suchoi Su-34 Jagdbomber hebt während einer Militärübung ab in der südrussischen Region Krasnodar.
Ein russischer Suchoi Su-34 Jagdbomber hebt während einer Militärübung ab in der südrussischen Region Krasnodar.

Russland hat ein gigantisches Marinemanöver in Atlantik, der Arktis, im Pazifik und im Mittelmeer angekündigt und produziert so im Westen neue Empörung. In der Tat, wenn die bislang genannten Zahlen stimmen, bietet Moskau alles auf, was schwimmt und fliegt. Nachdem Putin bereits mehrfach neue, in ihrer Wirkung verheerende Waffen vorgestellt hat, sollen seine Luft- und Seestreitkräfte nun vermutlich zeigen, dass sie diese gefährlichen Werkzeuge beherrschen. Wozu das Heer und andere Truppen fähig sind, sieht man ja derzeit schon an den westlichen Grenzen des Landes.

Russland pokert hoch. Zu hoch, wenn es nur darum geht, nach innen wie außen zu demonstrieren: Wir fürchten die Übermacht des Westens nicht! Man kann nur hoffen, dass Moskau weitergehende Interessen hat, die darauf abzielen, mit den USA – und dann auch mit der Nato – wieder eine Sprache zu finden, in der sich neue strategische Abkommen aushandeln lassen. Ziel: Abbau von Rüstung und Aufbau von Vertrauen. Ähnliches gelang auf diese martialische Art in den 1980er und 1990er Jahren mit den START- und anderen Verträgen. Und nur zum Vormerken für weitere Proteste: Wenn Putins Schiffe wieder daheim sind, werden über 20 Nato-Staaten das Großmanöver »Cold Response« starten. Vor Russlands Nordgrenze.

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