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Knausern bei Syrien

Cyrus Salimi-Asl über die Geberkonferenz in Brüssel

  • Von Cyrus Salimi-Asl
  • Lesedauer: 2 Min.
Gruppenfoto der Teilnehmer an der Geberkonferenz für Syrien im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel
Gruppenfoto der Teilnehmer an der Geberkonferenz für Syrien im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel

Die Lage in Syri­en hat kei­ne Prio­ri­tät mehr für die soge­nann­te inter­na­tio­na­le Gemein­schaft, das ist mitt­ler­wei­le offen­sicht­lich. Den erneu­ten Beweis lie­fer­te die sechs­te Geber­kon­fe­renz, auf der die Uno über zehn Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Hil­fen ein­sam­meln woll­te; am Ende wur­den nur rund zwei Drit­tel zuge­sagt – genau wie im ver­gan­ge­nen Jahr. Dabei sind 14,6 Mil­lio­nen Syrer*innen drin­gend auf Unter­stüt­zung ange­wie­sen, 1,2 Mil­lio­nen Men­schen mehr als vor einem Jahr. Nach UN-Schät­zun­gen leben 90 Pro­zent der syri­schen Bevöl­ke­rung in Armut, 60 Pro­zent sind von Hun­ger bedroht.

Soll­te uns der euro­päi­sche Kriegs­flücht­ling doch mehr wert sein als der außer­eu­ro­päi­sche? Die Welt schaue weg, wäh­rend der Bedarf an huma­ni­tä­rer Hil­fe in Syri­en sprung­haft anstei­ge, sag­te Samah Hadid vom nor­we­gi­schen Flücht­lings­rat gegen­über Al-Jaze­e­ra. Nach elf Jah­ren Krieg ist fast die Hälf­te der syri­schen Vor­kriegs­be­völ­ke­rung auf der Flucht, vie­le flo­hen in die Nach­bar­län­der. Alle Men­schen, die vor Krieg flie­hen, haben ein Anrecht auf Schutz. Das kos­tet, aber Mensch­lich­keit und der Respekt der Men­schen­rech­te sind nicht umsonst zu haben.

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