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Krieg wird das neue Normal

Daniel Lücking zur Produktion von Panzerhaubitzen

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Artilleriegeschosse die zuvor von der Panzerhaubitze 2000 vorschossen wurden, schlagen während der Übung »Wettiner Heide« ein.
Artilleriegeschosse die zuvor von der Panzerhaubitze 2000 vorschossen wurden, schlagen während der Übung »Wettiner Heide« ein.

Die Unionsfraktion wird nicht müde, die Ampelkoalition wegen angeblich verzögerter Lieferungen von Kriegsgerät an die Ukraine anzuzählen. Doch Oppositionsarbeit entbindet nicht von der Wahrnehmung der Realität: Wenn binnen nur zweier Tage eine Freigabe für 100 Panzerhaubitzen den Weg durch das Bundeswirtschaftsministerium nimmt, geht es nicht schneller. Dass der Hersteller erst Monate nach der ukrainischen Anfrage einen offiziellen Antrag stellt, den Auftrag erfüllen zu dürfen, ist ebenfalls kein Verschulden der Bundesregierung.

Schwerer aber wiegt, in welchem Umfang geliefert werden soll. Das gesamte Arsenal an verfügbaren Waffensystemen liegt derzeit bei unter 400 und ist verteilt auf acht Länder. Da kommt die Ausstattung der Ukraine mit 100 Haubitzen eher einer Kriegserklärung gleich, denn einer Aufforderung, Friedensverhandlungen anzustreben. Weil der massive Aufwuchs des ukrainischen Arsenals jetzt über Monate bis Jahre anhalten wird, verlängert das letztlich auch den Krieg. Der Druck aus Unionsreihen zeigt, dass die Forderung, Haubitzen aus den sofort verfügbaren Armeebeständen zu liefern, nur eine Frage der Zeit ist.

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