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Chinas Flirt mit den Wahhabiten

Ramon Schack über die sino-saudischen Beziehungen

22.02.2019, China, Peking: Mohammed bin Salman (l), Kronprinz von Saudi-Arabien, wird von Xi Jinping (r), Präsident von China, in der Großen Halle des Volkes begrüßt.
22.02.2019, China, Peking: Mohammed bin Salman (l), Kronprinz von Saudi-Arabien, wird von Xi Jinping (r), Präsident von China, in der Großen Halle des Volkes begrüßt.

Xi Jingping wird in Kürze nach Saudi-Arabien reisen. Die Tatsache, dass es sich hierbei um die erste Auslandsreise des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Chinas seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie handelt, verdeutlicht die Wichtigkeit, die man in Peking dem reaktionären Königreich am Persischen Golf zuordnet.

Als US-Präsident Biden im Juli Saudi-Arabien besuchte, war er mit seinem Forderungskatalog dort förmlich abgeblitzt. Riad, lange Zeit Washingtons wichtigster Verbündeter in der Region, verweigerte sich den Wünschen der USA. Eine Sensation: Saudi-Arabien orientiert sich neu, wendet den USA den Rücken zu und flirtet mit der Volksrepublik China. Die USA gaben sich im Juli als Bittsteller bettelten um eine Steigerung der Erdölförderung, um so den Ölpreis zu drücken. Dagegen wird China in Riad als Partner erwartet und erwünscht.

Dieser geopolitische Schachzug symbolisiert die abnehmende globale Hegemonie der USA ebenso deutlich, wie er den phänomenalen Aufstieg der Volksrepublik China verdeutlicht.

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