Bei den Querschwimmern

Sie nerven wie die Grünen: Die Querschwimmer im Freibad

  • Von Christof Meueler
  • Lesedauer: 2 Min.
Das kalte Freibad hat nur einen Vorteil: Die Querschwimmer bleiben fern.
Das kalte Freibad hat nur einen Vorteil: Die Querschwimmer bleiben fern.

Es gibt die Quereinsteiger, die Querdenker und die Querschwimmer. Jetzt, da die Freibadsaison zu Ende ist, kann man es ja sagen: Die sind fast genauso nervig wie die brutalen Bahnenzieher, die aggressiv auf einen zuschwimmen. Wenn man Glück hat, weichen sie aus. Die Querschwimmer kommen dagegen von der Seite angepaddelt und rammen einen, wenn man nicht aufpasst. Denn sie schwimmen nicht aus dem, sondern in den Weg, ohne nach links oder rechts zu schauen. Vorher hängen sie am Beckenrand im Wasser, weil sie Kühlung brauchen an heißen Tagen, und unterhalten sich zu zweit oder zu dritt. Und zwischendurch schwimmen sie dann einmal quer rüber, um sich die Beine zu vertreten. Möglichst in einer Gruppe nebeneinander, damit die Plauderei nicht abreißt. Eine ganze Bahn von vorne bis hinten ist ihnen zu anstrengend. Wie die Weltpolitik für die Grüne Partei. Die schwimmt auch einmal quer rüber vom Pazifismus zum Militarismus, als ginge es bloß um etwas Unterhaltung.

Sobald es kälter wird, verschwinden im Freibad die Querschwimmer. Dann bleiben nur die ernsthaften Bahnschwimmer übrig, die wie in Trance ihre Strecken abreißen. So ernsthaft, dass sie notfalls auch Eisbaden. Weil die Schwimmbecken nur noch von der Sonne aufgeheizt werden dürfen. Im Wirtschaftskrieg gegen Russland, der in Reaktion auf dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen wurde. Und wenn es keine Sonne gibt, dann muss man sich selbst aufheizen und schneller schwimmen. Zu Hause in der Badewanne wird das schwierig. Aber da ist man ja angeblich Kapitän, egal, ob man Robert Habeck heißt oder nicht.

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