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Ramsan, der Sanktionsrekordler

Ramsan Kadyrow wurde für die meisten Sanktionen gegen eine Person ins russische Guinness-Buch aufgenommen

  • Daniel Säwert
  • Lesedauer: 2 Min.

Ramsan Kadyrow dürfte so ziemlich der treueste Anhänger von Russlands Präsident Wladimir Putin sein. Seitdem der 46-Jährige die Kaukasusrepublik Tschetschenien als Erbe von seinem ermordeten Vater übernommen hat, lässt er kaum einen Moment aus, den starken Mann in Moskau zu loben und sich ihm anzubiedern. Dafür schaut Putin gerne weg, wenn Kadyrow Oppositionelle und Homosexuelle foltern und umbringen lässt. Hauptsache, in der ehemaligen Krisenregion herrscht Ruhe.

Auch im Ukraine-Krieg steht Kadyrow fest an Putins Seite und schickte schon zu Beginn seine tschetschenischen Einheiten in das Nachbarland. Die beiden Volksrepubliken Donezk und Luhansk ernannten ihn dafür zum Helden. Zu seinem Geburtstag am 5. Oktober machte Putin ihn jetzt zum Generaloberst der Nationalgarde. Fleißig bedankte sich Kadyrow und freute sich doch mehr über eine andere Auszeichnung, die ihm an diesem Tag zuteil wurde. Am Abend überreichte ihm das russische Guinness-Rekord-Komitee unter tosendem Beifall eine Urkunde für die Person, gegen die die meisten Einzelsanktionen verhängt wurden. 15 sind es insgesamt, dazu noch 68 gegen sein Umfeld, unter anderem je vier Sanktionen gegen seine Pferde und seine Instagram-Accounts, wie Kadyrow in seiner Dankesrede sagte. Auch dafür bekam er einen Eintrag ins Guinness-Buch.

Seine Rekorde habe er der Verteidigung seines Heimatlandes sowie seines Glaubens zu verdanken und natürlich dem Westen, betonte Kadyrow. Die Zeremonie sei schöner als die Nobelpreisverleihung gewesen, auch weil es viel schwerer sei, seinen Rekord zu schaffen, schrieb er tags darauf. Dass ihm jemand den Rekord streitig macht, glaubt Kadyrow nicht. Vielmehr will er ihn jetzt in das internationale Guinness-Buch aufnehmen lassen, damit der Westen weiß, dass er nicht umsonst seit elf Jahren Sanktionen gegen ihn verhängt.

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