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Deutschlandticket: Alles egal, Hauptsache digital

Lisa Ecke zum Start des Deutschlandtickets

  • Lisa Ecke
  • Lesedauer: 1 Min.

Nun ist es gültig, das Deutschlandticket. Der Fahrschein, bei dem im Gegensatz zum Vorgänger 9-Euro-Ticket, auf den Preis im Namen verzichtet wurde. So kann man diesen dann im kommenden Jahr unkompliziert erhöhen. Dabei sind schon die aktuellen 49 Euro im Monat für das Ticket für viele nicht bezahlbar. So ist etwa im Bürgergeldregelsatz ein geringerer monatlicher Betrag für den Verkehr vorgesehen. Doch auch abseits des hohen Preises erweist sich das Deutschlandticket als schlecht umgesetzt. Nicht nur bezogen auf das unnötige Abomodell und den Flickenteppich was die Mitnahme angeht, etwa von Kindern oder auch Hunden.

Wer kurzentschlossen das Ticket will, geht leer aus. Server der Deutschen Bahn sind überlastet, ob bei der App fürs Ticket alles glatt läuft ist Glückssache. Verkehrsverbünde kommen nicht mit der Ausstellung von Chipkarten hinterher. Wer kein Smartphone hat oder mit dem App-Download überfordert ist, hat eben Pech gehabt. Die Devise Hauptsache digital ist alles andere als inklusiv. So ist das Deutschlandticket kein Schritt in Richtung attraktiveren und bezahlbaren ÖPNV.

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