Sachsens LINKE pocht auf Dialog

Für Zusammenarbeit mit SPD und Grünen

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Dresden (dpa/ND). Die Linkspartei will ihre Regierungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dazu solle das politische Selbstverständnis der Partei überarbeitet werden, hieß es auf einem Programmkonvent und einem kleinen Parteitag des sächsischen Landesverbandes am Samstag in Dresden. Die aktuelle Kritik von Joachim Gauck, dem Kandidaten von Rot-Grün für das Bundespräsidentenamt, sowie von Politikern nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen sei ein Auslöser für diese Debatte an der Basis gewesen, sagte Landessprecher Rico Schubert am Sonntag.

Der sächsische Landeschef Rico Gebhardt hatte vor 80 Mitgliedern und Anhängern gefordert, mit SPD und Grünen künftig in Sachfragen zusammenzuarbeiten. Mit diesen beiden Partei müsse ein »strategischer Dialog« möglich sein. »In Sachsen klappt das ja zum Teil schon«, sagte Sprecher Schubert. Einzelne Anträge würden im Landtag gemeinsam eingereicht. »Im Osten sieht man ja, dass wir regierungsfähig sind. Das haben wir eigentlich oft genug bewiesen.« Das neue Parteiprogramm der Linkspartei solle sicherstellen, dass eine Zusammenarbeit mit SPD und Grünen möglich ist, sagte Schubert. In den kommenden Monaten sollten außerdem Ansätze für einen gesellschaftlichen Wandel erarbeitet werden.

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