Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

immm NATO steht für Militärschlag bereit

UNO-Sicherheitsrat äußert sich nicht zur Intervention

Ungeachtet des Abzugs serbischer Truppen hat NATO-Generalsekretär Solana die Bereitschaft des Pakts zur Intervention im Kosovo unterstrichen.

Brüssel/Moskau (dpa/Reuters/ND). In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview sagte Javier Solana der französischen Zeitung »Le Monde«: »Der Countdown hat begonnen. Wir haben den Prozeß der Planung im Luftbereich abgeschlossen und sind bereit zu handeln.« Die letzte Entscheidung vor einem Militärschlag - der Entschluß zur Aktivierung der entsprechenden NATO-Streitkräfte werde in den nächsten Tagen getroffen. »Ich denke nicht, daß wir dabei über die kommende Woche hinausgehen werden«, betonte Solana. Serbien müsse alle von der UNO getroffenen Bedingungen

vollständig und unumkehrbar erfüllen. Nach Frankreich und Großbritannien hat auch Deutschland seinen in Jugoslawien lebenden rund 600 000 Staatsbürgern die Ausreise nahegelegt. Die internationale Diplomatenmission bestätigte unterdessen den teilweisen Abzug serbischer Polizeiverbände und jugoslawischer Armee-Einheiten aus dem Kosovo. Der US-amerikanische Gesandte Richard Holbrooke hat am Mittwoch in Belgrad seine Gespräche mit dem jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic beendet. Der internationale Druck auf Jugoslawien mache einen politischen Dialog für eine friedliche Lösung des Kosovo- _ Konflikts unmöglich, hatte Milosevic gegenüber Holbrooke erklärt. Ein Treffen der NATO-Außenminister an diesem Donnerstag in Brüssel zur Beratung über die Kosovo-Krise ist unterdessen abge-

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung