Werbung

Wegen der Krisenfolgen: Über 100.000 Kinder in Griechenland müssen arbeiten

Ombudsmann verweist auf Beispieler einer Gymnasialklasse, in der fast drei Viertel der Schüler Gelegenheitsjobs nachgehen

Athen (dpa/nd). Wegen der schweren Wirtschaftskrise und dramatischen Finanzlage arbeiten in Griechenland illegal rund 100.000 Kinder. Das teilte der für Kinderschutz zuständige stellvertretende Ombudsmann Giorgos Moschos am Dienstag mit. Viele dieser Kinder stammten aus den benachbarten Balkanstaaten. »Diese Kinder sind sozusagen unsichtbar. Sie sind verschwunden in einem gesellschaftlichen Umfeld, das andere Prioritäten hat als die Kinder zu schützen«, sagte die Chefin der humanitären Organisation Netz für die Kinderrechte, Myrsine Zorba. Auch immer mehr einheimische Jugendliche versuchen Arbeit in Cafes und Tavernen zu finden, wie es heißt. In einer Klasse eines Gymnasiums auf der Halbinsel Peloponnes haben Presseberichten zufolge fast drei Viertel der Schüler Gelegenheitsjobs nach dem Unterricht. An diesem Mittwoch ist der Internationale Tag gegen Kinderarbeit.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung