Doch Einigung bei Neupack

Stammbelegschaft bleibt geschützt

  • Von Susann Witt-Stahl
  • Lesedauer: 1 Min.

Mit einem »Kompromiss« ist laut der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) der Konflikt mit dem Hamburger Verpackungsunternehmen Neupack beendet worden. Der nun erfolgte Abschluss einer Betriebsvereinbarung nebst diverser Regelungsabreden, die den Beschäftigten trotz gescheitertem Streik »mehr Rechte, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entgelte« bringen sollen, kam erst nach äußerst zähem Ringen zustande.

Der Arbeitgeber hatte sich zunächst geweigert, eine Personalbedarfsplanung vorzulegen. Zu Beginn des Arbeitskampfes im November 2012 hatte er 57 Leiharbeiter als Streikbrecher geholt. Seitdem existiert ein Personalüberhang von rund 40 Beschäftigten. Arbeitnehmern, die sich an den Streiks beteiligt hatten, wurde mit fadenscheinigen Begründungen gekündigt, Streikbrechern hingegen Arbeitsverträge angeboten. Es bestand die Gefahr, dass Neupack die widerständige Stammbelegschaft durch willfährige Beschäftigte ersetzen will. Schließlich habe der Unternehmer die geforderte Personalplanung vorgelegt. Sie belege, dass die Neueingestellten derzeit gebraucht werden, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Becker. Außerdem würden die Verträge der Streikbrecher spätestens im ersten Quartal 2014 auslaufen. Und sollte es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, würde die vorgeschriebene Sozialauswahl die Stammbelegschaft schützen.

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