Kurze Waldgeschichte des Schwarzwaldes

Seit dem Ende des sogenannten Würm-Glazials, der jüngsten Kaltzeit, vor etwa 10 000 Jahren ist der Schwarzwald von Wald bedeckt, davor war das Gebirge unbewaldet, der hohe Schwarzwald sogar bis in die Täler hinab vergletschert. Heute ist das 3650 Quadratkilometer große Mittelgebirge zu etwa drei Vierteln bewaldet.

Die Wiederbewaldung nach der Würm-Kaltzeit setzte zunächst vor allem mit der Kiefer ein, vor etwa 9000 Jahren, als es etwas wärmer wurde, kam die Hasel dazu, »noch etwas später breiteten sich Eichen aus«, sagt der Göttinger Pflanzenökologe Hansjörg Küster. Die Tanne trat erst vor etwa 6000 Jahren gehäuft auf, noch später die Buche, nämlich vor etwa 5000 Jahren. »Die Wälder haben sich also ständig gewandelt«, merkt Küster an, »ein völlig natürlicher Vorgang«.

Im Mittelalter lag der Laubholzanteil bei etwa der Hälfte. Während in den Hochlagen des Schwarzwaldes damals noch hauptsächlich Tannen wuchsen, außerdem Rotbuchen, stehen dort oben heutzutage überwiegend Fichten, weil diese schneller wachsen und von den Förstern seit dem frühen 19. Jahrhundert gefördert worden sind.

Wildverbiss an den schmackhaften und anders als bei Fichten nicht piksenden Tannentrieben trägt zur Dominanz der Fichte noch bei. W.Sch.

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