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EU fordert Waffenstillstand in Kurdengebieten der Türkei

EU-Außenbeauftragte zu Gesprächen in Ankara / Türkischer Minister: Regierung wird Kampf fortsetzen

Seit Monaten herrscht Krieg im Südosten der Türkei - jetzt fordert die EU einen »sofortigen« Waffenstillstand. Die türkische Seite zeigt sich davon unbeeindruckt und will den Kampf gegen die Kurden fortsetzen.

Ankara. Spät kommt die Forderung, aber sie kommt: Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat einen »sofortigen« Waffenstillstand in den Kurdengebieten im Südosten der Türkei gefordert. Mogherini äußerte die Forderung am Montag nach Gesprächen mit türkischen Regierungsvertretern in Ankara. Zugleich verurteilte sie scharf »alle Arten von Terrorismus«.

Der türkische Europa-Minister Volkan Bozkir zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte auf derselben Pressekonferenz, seine Regierung werde den Kampf gegen die kurdischen Rebellen fortführen. Die Türkei werde ihren Kampf gegen »alle terroristischen Organisationen« fortsetzen, »darunter die PKK«, sagte Bozkir.

Der Friedensprozess zwischen der türkischen Regierung und der PKK kam im Sommer zum Stillstand. Im jahrzehntelangen Konflikt mit den Rebellen entwickelte sich seither eine neue Eskalation. Die türkische Armee geht seit Mitte Dezember mit aller Härte gegen Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vor. Besonders in den Städten Cizre, Silopi und Diyarbakir gab es heftige Straßenkämpfe mit zahlreichen Opfern bei den kämpfenden Parteien und unter Zivilisten. AFP/nd

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