Redaktionsübersicht

Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 
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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer:
Harte Zeiten

Eine sozialdemokratische Vision aus dem Bilderbuch: Die Angehörigen der Unterschicht machen die Krise gewissermaßen unter sich selbst aus.

Die geistige Erschöpfung der Verlagswelt sorgt dafür, dass der Buchhandel immer neue Regionalkrimis zum Ins-Regal-Stellen hat.
Romane mit Reichweite

Es gibt einen unabhängigen, kaum erforschten Selfpublisher-Markt, dessen millionenstarke Gesamtauflage ihn zum eigentlichen literarischen Leben des Landes macht – ohne Rücksicht auf die Qualität.

Uvalde gedenkt der 21 Opfer des Attentats am 24. Mai.
Zur Wiederholung verdammt

Wer sich daran gewöhnen kann, dass fast jede Woche Schulkinder Schulkinder umbringen, kann sich an fast alles gewöhnen, meint Leo Fischer. Die Beharrungskräfte des Systems sind stärker als jeder vernünftige Appell.

Bundeswehr mit Freifahrtschein

Das Militär wird Popkultur. Immer stärker geht es darum, die Gesellschaft zu ändern für die Bedürfnisse der Armee, nicht umgekehrt. Das Militärische gehört zum neuen deutschen Lebensgefühl.

Wenn es bei irgendeinem Thema auch nur einen einzigen Grund zum Nichtstun gibt, wird Olaf Scholz ihn gewisslich finden, meint Leo Fischer.
Hauptsache, es wird nicht ungemütlich

Deutsche Intellektuelle haben einen Brief in Sachen Ukraine-Krieg an den Kanzler geschrieben. Verantwortlich für das Leid sind ihrer Lesart zufolge auch diejenigen, die es erleiden - die ukrainische Bevölkerung habe also die Pflicht, unverzüglich die Leidenshandlungen einzustellen.

Der russische Präsident Wladimir Putin
Das gelobte Ausland

Während die Verhältnisse im Inland kompliziert und erdrückend sind, ist das Ausland eine beliebige Projektionsfläche – je ferner, desto besser. Leo Fischer über falsche Hoffnungen von links.

Ratlos in Saarbrücken: Gescheiterte Linke-Spitzenkandidatin Barbara Spaniol
Kaffeeküche der Selbstdarsteller

Man könnte den Niedergang der Linken schade finden - die im Zuge von Krieg und Seuche drohende Verarmung großer Teile der Bevölkerung hätte eine linke Partei verdient, die Protest organisiert und verkörpert.

Gemeinsam in Dantes Hölle

Lafontaine und Schröder sind am Ende in der gleichen griechischen Fabelhölle gelandet. Noch bis zum letzten Atemzug Seite an Seite mit dem Intimfeind Diktatoren verteidigen müssen - eine Strafe, die sich Dante nicht plastischer hätte ausdenken können.

Erinnerung an die Opfer des Anschlags von Hanau im hessischen Untersuchungsausschuss
Wenn Hetze das Geschäftsmodell ist

Alle sind sich einig: Hetze ist schlimm, Rassismus ist schlecht - aber Geld will man damit trotzdem irgendwie verdienen, und sei es um drei Ecken. Wie soll in dieser Medienwelt ein zweites Hanau verhindert werden?

Hauptsache, Bambuszahnbürste

Wer sich in den herrschenden Verhältnissen ein ökologisches Leben leisten kann, ist im Zweifel schon Teil von Strukturen, die eine echte ökologische Wende unmöglich machen. Da helfen auch nicht noch so viele Bambuszahnbürsten.

Klopapier gibt es sogar als Torte. Als es aber in der Pandemie dringend gebraucht wurde, war es plötzlich Mangelware.
Im Namen der Effizienz

Nicht erst in der Pandemie zeigte sich, dass soziale und wirtschaftliche Systeme nur im Normalfall effizient sind, nicht im Ausnahmefall. Der neoliberale Effizienzfetisch hat Systeme geschaffen, die stets gerade noch so funktionieren.

Cem Özdemir
Die heilige Schrift der Hartzer

Wie Landwirtschaftsminister Cem Özdemir an der neuen Klassengesellschaft bastelt, die die Grünen einst mitgeschaffen hatten und die sie nun in der Ampel-Regierung fit fürs 21. Jahrhundert machen wollen.