Redaktionsübersicht

Christin Odoj

Christin Odoj

Christin Odoj, Jahrgang 1984, Redakteurin im Ressort Feuilleton, hat Politikwissenschaft und Literatur in Jena studiert und ist anschließend als Volontärin beim “nd” eingestiegen. 

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Aktuelle Beiträge von Christin Odoj:
Ngoc Bích Pfaff (rechts) und ihr jüngeres Ich im Zwiegespräch über Anpassung, Ankommen und Aschenbrödelträumereien
Alles neu aus dem Nichts heraus

Das Theater Chemnitz bringt mit dem Stück »So glücklich, dass du Angst bekommst« das Leben vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen auf die Bühne und ergänzt damit einen wichtigen Aspekt in der Aufarbeitung der Nachwendezeit.

Die Schrift bleibt

Bei der Linkspartei wechseln die Slogans und Gesichter außer Gregor Gysi. Und was immer bleibt ist die Schrifttype Corporate S für den Parteinamen. Im Logo weist das rote Pfeilchen nach links.

Buddha im Kapuzenpulli

Herr Bachmann ist ein Lehrer, der anders ist. Er hält nichts von Noten und Leistungsdruck, stattdessen will er seinen Schüler*innen zeigen, dass da jemand ist, der an sie glaubt. Ein Dokumentarfilm hat ihn ein Jahr begleitet.

Ist doch nur Politik - Zur Ästhetik des Wahlkampfes

Die Wahlplakate der Grünen sind aus einer Zeit, in der Umfragen sie noch direkt ins Kanzler*innenamt gehievt hätten. Und auch der Slogan »Bereit, weil ihr es seid« wirkt inzwischen so überholt wie die Grünen nie sein wollten.

Ein Denkmal für die Pionierinnen

Im Dokumentarfilm »Die Unbeugsamen« sprechen Frauen über ihre Zeit in der Politik, über Sexismus, Übergriffigkeit, aber auch ihre Erfolge, die es ohne weibliche Stimme nicht gegeben hätte. Eine längst überfällige Hommage.

Morgen wird alles besser

Lee-Isaac Chung hat mit dem oscarprämierten Film »Minari« eine liebevoll erzählte Geschichte über das Innenleben einer koreanischen Familie inszeniert, die in den USA der 1980er Jahre versucht, eine neue Heimat zu finden.

»Wer aus dem Osten ist, wird immer noch unterschätzt«

Im Osten alles grau und sie hatten ja nichts: Mit dem Projekt »Schwalbenjahre« will Jessica Barthel Klischees über Ostdeutschland aufbrechen. Jede Woche übernimmt jemand aus der ehemaligen DDR ihren Instagram-Kanal.

Herz am Limit

In der Kindheit wurde bei Katharina Bauer ein Herzfehler festgestellt. Trotzdem wollte sie Leistungssportlerin werden und ist heute in der Sportler*innenelite angekommen. Über eine Frau, die sich immer wieder nach vorne gekämpft hat.

Auf in den Kampf

Zum Schreiben kam sie, weil sie sich selbst in der Kunst nicht wiederfand. Die Bücher, die sie las, die Filme, die sie sah, überall waren weiße Geschichten. Die fehlende Identifikationsfigur ist Tsitsi Dangarembgas Antrieb, Schriftstellerin, Filmemacherin, Aktivistin zu...

In einer Welt ohne Worte

Emas Autismus ist kein Makel, sie ist kein Streichholz zählender Freak. Es geht um Kleinigkeiten, die die Welt bedeuten können. Der argentinische Film »Eine Schule in Cerro Hueso« bei der Sommerberlinale.

Abschied von zwei Töchtern

Es dauert nicht lange und der Film ist bei essenziellen Fragen angekommen, also genau genommen, stellt er sie gleich an den Anfang: Wie werden wir zu dem, was wir sind? Naheliegend ist: Die Eltern sind schuld, und in den meisten Fällen stimmt das auch. Aber das eigene L...

Diktatur der Angst

Alles hier ist kalt. Die Klassenräume, die Duschen, die Betten, und die Menschen sind es auch. Ein Internat für kurdische Schüler im Osten Anatoliens: Berge, riesige Monolithen, umzingeln diese Institution, die die Kinder auf das Leben draußen vorbereiten soll. Ein Lebe...

Die Rache der Dildos

Berlinale-Wettbewerb: »Bad Luck Banging or Loony Porn« ist ein verrücktes Meisterwerk über die Obszönität des Menschseins, eine Geschichte über Doppelmoral, Scheinheiligkeit, Posttotalitarismus und die normale Beschissenheit der Dinge.