Redaktionsübersicht

Christin Odoj

Christin Odoj

Christin Odoj, Jahrgang 1984, Redakteurin im Ressort Feuilleton, hat Politikwissenschaft und Literatur in Jena studiert und ist anschließend als Volontärin beim “nd” eingestiegen. 

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Aktuelle Beiträge von Christin Odoj:
Alle zusammen: Vater Jacob (Steven Yeun) mit Sohn David (Alan S. Kim), Großmutter Soon-Ja (Yuh-Jung Youn) und Mutter Monica (Ye-Ri Han) mit Tochter Anne (Noel Cho)
Morgen wird alles besser

Lee-Isaac Chung hat mit dem oscarprämierten Film »Minari« eine liebevoll erzählte Geschichte über das Innenleben einer koreanischen Familie inszeniert, die in den USA der 1980er Jahre versucht, eine neue Heimat zu finden.

Kein Filmstill aus einem Wes-Anderson-Film, sondern normales Familienfoto vor Schloss Sanssouci, Potsdam, 1970er Jahre
»Wer aus dem Osten ist, wird immer noch unterschätzt«

Im Osten alles grau und sie hatten ja nichts: Mit dem Projekt »Schwalbenjahre« will Jessica Barthel Klischees über Ostdeutschland aufbrechen. Jede Woche übernimmt jemand aus der ehemaligen DDR ihren Instagram-Kanal.

Die Lebensversicherung sitzt unter dem linken großen Rückenmuskel. Ob sie oft an das Gerät denkt? »Ich denke auch nicht jeden Tag daran, dass ich Finger habe.«
Herz am Limit

In der Kindheit wurde bei Katharina Bauer ein Herzfehler festgestellt. Trotzdem wollte sie Leistungssportlerin werden und ist heute in der Sportler*innenelite angekommen. Über eine Frau, die sich immer wieder nach vorne gekämpft hat.

Auf in den Kampf

Zum Schreiben kam sie, weil sie sich selbst in der Kunst nicht wiederfand. Die Bücher, die sie las, die Filme, die sie sah, überall waren weiße Geschichten. Die fehlende Identifikationsfigur ist Tsitsi Dangarembgas Antrieb, Schriftstellerin, Filmemacherin, Aktivistin zu...

In einer Welt ohne Worte

Emas Autismus ist kein Makel, sie ist kein Streichholz zählender Freak. Es geht um Kleinigkeiten, die die Welt bedeuten können. Der argentinische Film »Eine Schule in Cerro Hueso« bei der Sommerberlinale.

Abschied von zwei Töchtern

Es dauert nicht lange und der Film ist bei essenziellen Fragen angekommen, also genau genommen, stellt er sie gleich an den Anfang: Wie werden wir zu dem, was wir sind? Naheliegend ist: Die Eltern sind schuld, und in den meisten Fällen stimmt das auch. Aber das eigene L...

Diktatur der Angst

Alles hier ist kalt. Die Klassenräume, die Duschen, die Betten, und die Menschen sind es auch. Ein Internat für kurdische Schüler im Osten Anatoliens: Berge, riesige Monolithen, umzingeln diese Institution, die die Kinder auf das Leben draußen vorbereiten soll. Ein Lebe...

Die Rache der Dildos

Berlinale-Wettbewerb: »Bad Luck Banging or Loony Porn« ist ein verrücktes Meisterwerk über die Obszönität des Menschseins, eine Geschichte über Doppelmoral, Scheinheiligkeit, Posttotalitarismus und die normale Beschissenheit der Dinge.

Zum Zuhören gezwungen

Tabus sind komplizierte Konstrukte. Es müssen schon alle mitmachen, sonst funktionieren sie nicht. Tabus sind erbarmungslos, strikt, kalt. Ein schwarzes Loch, aus dem es kein Entkommen gibt. Und sie sind schön widersprüchlich. Ein riesiger Elefant steht im Raum, aber ni...

Gemeinsam einsam

Von der Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft ist viel erzählt worden. Die Analyse ist längst vollbracht, was fehlt, ist Heilung. Vielleicht, und das ist die steile These des Films »Neues aus der Welt« des irischen Regisseurs Paul Greengrass, sind es gute Geschichten, die uns wieder zusammenbringen.