Werbung

Nicht eingelöste Versprechen

Aert van Riel über die bildungspolitischen Forderungen der SPD

  • Lesedauer: 1 Min.

Nach dem Konvent der SPD dürfte alles beim Alten bleiben. Parteichef Sigmar Gabriel müht sich zwar, aber er kann seine SPD nicht aus dem Umfragetief herausführen. Die Menschen, die sich in den letzten Jahren von den Sozialdemokraten abgewandt haben, kann man nicht dadurch zurückgewinnen, dass man wie Gabriel öfter die Begriffe »links« und »sozial« verwendet. Erforderlich sind auch glaubwürdige Strategien für mehr soziale Gerechtigkeit. Gabriels Forderungen nach weiteren Investitionen in die Bildungspolitik sowie nach einer Aufhebung des Kooperationsverbotes sind zwar unterstützenswert, sie reichen aber nicht aus.

Das klassische sozialdemokratische Versprechen des sozialen Aufstiegs durch Bildung kann nämlich nur noch selten eingelöst werden. Das liegt an der geringen sozialen Durchlässigkeit sowie daran, dass zahlreiche Akademiker in den letzten Jahren im Niedriglohnsektor arbeiten mussten. Hierfür sind die Sozialdemokraten selbst verantwortlich. Bisher hat die Partei zu wenig dafür getan, dass diese Entwicklung wieder rückgängig gemacht wird. Notwendig wäre vielmehr ein radikaler Bruch mit der einstigen Agendapolitik. Doch diesen scheuen neben Gabriel auch diejenigen in der Führung der SPD, die diesen neoliberalen Kurs in hohen Positionen mitgetragen haben.

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal