Vor 70 Jahren gegründet

»Jüdische Allgemeine«

Die »Jüdische Allgemeine« feiert am 30. Juni ihr 70-jähriges Bestehen. Die Gründung der Wochenzeitung nur ein Jahr nach Kriegsende sei etwas ganz Besonderes gewesen, weil die meisten Juden damals »nicht auf Bleiben ausgerichtet waren, sondern Deutschland als Durchgangsstation betrachteten«, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, am Montag in Berlin. Inzwischen sei die Zeitung das »führende jüdische Medium in Deutschland«. Zum Jubiläum ist eine Sonderausgabe geplant.

Die heute in Berlin ansässige Wochenzeitung wurde 1946 mit Genehmigung der britischen Militärregierung in Düsseldorf als »Jüdisches Gemeindeblatt für die Nord-Rheinprovinz und Westfalen« gegründet, später erschien sie in Bonn als »Allgemeine Jüdische Wochenzeitung«. Seit 2002 trägt sie den Titel »Jüdische Allgemeine«. Das Blatt wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegeben. Es erscheint jeden Donnerstag in einer Druckauflage von rund 10 000 Exemplaren. Auf der Online-Seite »www.juedische-allgemeine.de« sind seit 2010 zusätzlich zur gedruckten Ausgabe auch tagesaktuelle Texte zu lesen. Für die Sonderausgabe sind Beiträge von zahlreichen prominenten Autoren geplant, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). epd/nd

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