Ankara blitzt mit Ultimatum ab

Nach Köln-Aufmarsch: Türkei bestellte deutschen Gesandten ein

Berlin. Angesichts der politischen Krise in der Türkei wird der Ton zwischen Ankara, Brüssel und Berlin schärfer. Die Bundesregierung und Vertreter der EU wiesen am Montag ein Ultimatum des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu zurück, der den umstrittenen Anti-Asyl-Pakt zwischen der EU und seinem Land infrage stellte und eine rasche Visumfreiheit für Türken gefordert hatte. »In keinem Fall darf sich Deutschland oder Europa erpressen lassen«, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die Bundesregierung betonte, man werde über einen konkreten Zeitpunkt für die Visumfreiheit erst sprechen, wenn Ankara alle Voraussetzungen erfüllt habe. Die EU-Kommission vertritt dieselbe Linie. Gleichzeitig verschärften sich die Spannungen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik. Ankara bestellte den deutschen Gesandten ins Außenministerium ein - aus Protest dagegen, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag nicht per Videoschalte zu seinen Anhängern in Köln sprechen durfte. Agenturen/nd Seiten 4 und 5

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