Werbung

Brandanschlag gegen Flüchtlingshelferin in Neukölln

Unbekannte zünden vor Wohnhaus abgestelltes Auto an / Opfer ist in Initiative gegen Rechtsextremismus aktiv

Berlin. Unbekannte haben einen Brandanschlag gegen eine Berliner Flüchtlingshelferin verübt. Sie zündeten in der Nacht ihr Auto an, das neben einem Haus im Stadtteil Britz abgestellt war. Der Wagen brannte laut Polizei vollständig aus, verletzt wurde niemand. Das Gebäude blieb bis auf Rußspuren unversehrt.

Nach Angaben der sozialdemokratischen Jugendorganisation »Die Falken« und der SPD ist die Besitzerin des Autos aktiv in der Flüchtlingshilfe und engagiert sich in einer Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus. Ihre Kinder gehören den Falken an. Da eine politische Motivation für den Anschlag somit in Frage kommt, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen.

Britz gehört zum Stadtbezirk Neukölln, in dem es zuletzt häufiger Brandanschläge gegen Menschen gab, die sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus engagieren. »Auch diesmal ist die Handschrift (...) eindeutig rechtsextrem: Feige, nachts, gegen aktive Falken«, erklärte der Vorsitzende der Neuköllner Falken, Tim Haverland. »Das Ziel der Nazis ist es, uns einzuschüchtern. Aber das Gegenteil ist der Fall.«

In Kreuzberg zündeten Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch ebenfalls ein Auto an. Auch in dem Fall ermittelt der Staatsschutz, die Hintergründe sind nach Angaben der Polizei unklar. dpa/nd

Weitere Berlin-Themen:
  • ndPodcast
    Ein Interview mit HateAid über digitale Gewalt und Hass im Netz / Außerdem: Koalition versäumt Enteignung / Gorillas Worker wählen Betriebsrat / Fraueneinrichtungen kämpfen um Bestehen
    • Länge: 00:21:59 Stunden

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung