Soldaten werden Mörder
Andreas Fritsche über die Werbung der Bundeswehr
Die Technikbegeisterung wird ausgenutzt. Es wird mit guten Verdienstmöglichkeiten geworben oder an idealistische Einstellungen appelliert.
Schülern, die mit dem Gedanken spielen, zur Bundeswehr zu gehen, wird aber nicht richtig klar gemacht, dass sie dies mit ihrem Leben bezahlen könnten. Dabei besteht diese Gefahr für Soldaten schon allein dann immer, wenn es für ihre Armee nur darum geht, die Grenzen ihrer Heimat zu verteidigen. Denn es könnte ja ein Angriff erfolgen. Die Bundesrepublik wird aber inzwischen angeblich auch am Hindukusch und anderswo verteidigt. Auslandseinsätze erhöhen die Gefahr, im Kampf zu fallen.
Zwar geht es in militärischen Strategien auch um Geländegewinne und taktische Vorteile. Das Ausschalten des Gegners gehört aber untrennbar dazu. So werden Soldaten im Krieg Mörder oder sie werden selbst ermordet. Damit macht die Bundeswehr keine Werbung.
Dass die Grausamkeiten bei der Werbung ausgeblendet werden, ist logisch. Was wäre die Alternative? Die Wiederbelebung des Wehrdienstes, dem nur per Kriegsdienstverweigerung zu entgehen ist. Auch kein schöner Gedanke.
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