Mehr als ein Drittel der Lehrverträge wurde vorzeitig aufgelöst
Schwerin. Ein Fünftel aller Ausbildungsverträge in Mecklenburg-Vorpommern wird noch vor dem Ende des ersten Lehrjahres aufgelöst. Da auch in den beiden Folgejahren noch einmal fast eben so viele Jugendliche die Lehre abbrechen, kommen vier von zehn Auszubildenden im Land nicht planmäßig zu ihrem Berufsziel. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervor. Demnach wurden im Jahr 2016 von rund 7700 neu abgeschlossenen Lehrverträgen 3000 vorzeitig aufgelöst, fast 1600 davon im ersten Lehrjahr, mehr als 900 noch in der Probezeit. Kaum ein anderes Bundesland verzeichne solche Abbrecher-Quoten, sagte Fraktionschefin Simone Oldenburg. Die Oppositionspolitikerin nannte die Zahlen alarmierend. Allgemeine Ursachen wie Firmeninsolvenzen oder Unternehmens- und Wohnortwechsel der Jugendlichen könnten dieses Verhalten nicht erklären. dpa/nd
Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Dank der Unterstützung unserer Community können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben
→ Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden
→ Desinformation mit Fakten begegnen
→ linke Perspektiven stärken und vertiefen
Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.