Morsch für KZ-Gedenken auch im Humboldt-Forum

  • Lesedauer: 1 Min.

Oranienburg. Das Humboldt-Forum im wiedererrichteten Berliner Schloss muss nach Überzeugung des scheidenden Direktors der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, auch den NS-Terror im KZ Sachsenhausen in den Blick nehmen. An der geplanten stadtgeschichtlichen Ausstellung sollte das von 1936 bis 1945 in Oranienburg betriebene Konzentrationslager »einen relevanten Anteil« haben, sagte Morsch in der Donnerstagausgabe Morsch der Berliner »tageszeitung«. »Hier waren die Repräsentanten ganzer Nachkriegsgenerationen inhaftiert«, erinnerte er. Das Konzentrationslager sei mit Absicht bei der Reichshauptstadt gegründet worden. »Das hatte etwas mit der Ansicht der traditionellen Führungseliten zu tun, dass Berlin als rote Hauptstadt eine Gefahr für den von Anfang an geplanten neuen Krieg sei«, so Morsch. Vor allem das Militär habe damals dicht bei Berlin ein »großes Lager für dieses aufständische, querulatorische Volk« gewollt. epd/nd

Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen.

Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen aufgreifen
→ marginalisierten Stimmen Raum geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten voranbringen

Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.