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Rassismus-Debatte: Klöckner und Habeck nehmen Lindner in Schutz

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Nach seinen Äußerungen über Fremdenangst im Alltag nehmen auch politische Gegner FDP-Chef Christian Lindner in Schutz. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner rief am Montag zur Mäßigung auf. »Ich finde, wir sollten auch die Kirche im Dorf lassen und jetzt nicht Herrn Lindner die Rassismus-Keule überziehen«, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende am Rande einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. Lindner hatte am Samstag auf dem FDP-Parteitag eine Anekdote beschrieben, die ihm ein Bekannter mit Migrationshintergrund erzählt habe. Da bestellt jemand beim Bäcker »mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen« - und die Leute in der Schlange wüssten nicht, »ob das der hoch qualifizierte Entwickler Künstlicher Intelligenz aus Indien ist oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer«, sagte Lindner. Diese Unsicherheit könne Angst auslösen. In sozialen Netzwerken wurde diese Äußerung teils als rassistisch gewertet, auch aus der SPD gab es Kritik. Grünen-Chef Robert Habeck bezeichnete Lindners Ausführungen als »dusselig«. Dessen Argumentation sei »schief« und »falsch«, sagte er der »Bild«. Vom Vorwurf des Alltagsrassismus sprach er Lindner aber frei: »Christian Lindner ist kein Rassist. Da nehme ich ihn gegen jeden Verdacht in Schutz«, sagte Habeck. dpa/nd

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