Pussy-Riot-Aktivist in Berliner Klinik

Berlin. Das möglicherweise vergiftete Mitglied der russischen Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot, Pjotr Wersilow, wird in einem Berliner Krankenhaus ärztlich behandelt. Wersilow war beim Finalspiel der Fußball-WM Mitte Juli mit drei anderen Pussy-Riot-Mitgliedern in Uniformen auf das Feld gerannt, um unter anderem gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Die »Flitzer« wurden daraufhin zu Arreststrafen verurteilt. Am Donnerstag war Wersilow in ein Moskauer Krankenhaus gebracht worden. Pussy-Riot-Mitglieder mutmaßen, er sei vergiftet worden und schwebe in Lebensgefahr. Er habe nach einem Gerichtstermin zwei Tage zuvor kaum noch sehen, sprechen oder sich bewegen können. Er habe auch das Bewusstsein verloren. Nach Medienberichten fanden Ärzte in seinem Blut starke Psychopharmaka.

Die Freundin des Erkrankten, Veronika Nikulschina, hatte einer Internetzeitung gesagt, ein Freund von Wersilows Vater, der in einer Berliner Klinik arbeite, solle die Behandlung außerhalb Russlands angeboten haben. Pussy Riot ist mit spektakulären Aktionen gegen Justizwillkür und Korruption weltweit bekannt geworden. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal