Sauberes Trinkwasser teilen

SODI und UGEAFI arbeiten in der DR Kongo Hand in Hand

  • Luise Will
  • Lesedauer: 2 Min.

Wer Durst hat, löscht ihn einfach mit einem Glas Wasser - hierzulande zählt es zum Alltag, dass Wasser jederzeit zugänglich und vor allem sauber ist. Für die Bevölkerung in der ostkongolesischen Provinz Süd-Kivu ist der sichere Zugang zu sauberem Trinkwasser jedoch keine Selbstverständlichkeit. Ein zentraler Grund sind die seit den 1990er Jahren immer wieder aufflammenden gewaltsamen Auseinandersetzungen von Milizen und Militär in der Region. Sie zerstörten die lokale Infrastruktur, machten die öffentliche Sicherheit zunichte und zwangen Millionen Menschen zur Flucht in andere Regionen des Landes und in die Nachbarstaaten Tansania, Ruanda und Burundi.

Diejenigen, die geblieben sind, leben in extremer Armut. Zerstörte Wasserleitungen und zu wenige und unsichere Wasserentnahmestellen machen den Kivu-See zu ihrer Hauptwasserquelle - zum Wäschewaschen, für die Körperhygiene und als Trinkwasser zugleich. Die Ausbreitung von Krankheiten, die durch Wasser und mangelnde Hygiene übertragen werden, sind die Folge. Besonders Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter sind durch Cholera, Typhus und Magen-Darm-Infekte bedroht. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation UGEAFI setzt sich SODI für eine stabile Trinkwasserversorgung für die ländliche Bevölkerung in der Provinz Süd-Kivu ein. Durch den Bau von Rohrleitungen, Wassertanks und sicheren Wasserentnahmestellen soll insgesamt 76 000 Menschen ein sicherer Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht werden.

Mit begleitenden Schulungen und Aufklärungsmaßnahmen zielt UGEAFI darauf ab, die Hygienestandards in der Region nachhaltig zu verbessern und wasserbedingte Krankheiten zu reduzieren. In seinem ganzheitlichen Ansatz widmet sich das Projekt zudem der Ernährungssicherung im Süd-Kivu, wo einem Haushalt umgerechnet nur 0,39 Euro pro Tag zur Verfügung stehen. Schulungen in ökologischen landwirtschaftlichen Anbaumethoden und eine Diversifizierung der angebauten Produkte tragen zu einer gesünderen Ernährung der Bevölkerung bei. Darüber hinaus können die Familien die erwirtschafteten Überschüsse auf den lokalen Märkten verkaufen und auf diese Weise den wirtschaftlichen Kreislauf ihrer Region stärken.

Unsere Autorin arbeitet bei SODI als Referentin für Fundraising.

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