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Das Schicksal sitzt im britischen Unterhaus. Seit einigen Monaten hat es sich dort häuslich eingerichtet. Es geht immer um alles, und am Ende war alles nichts. Am Dienstagabend stand erneut solch eine Schicksalsabstimmung ins Unterhaus. Beim letzten Mal hatte eine werdende Mutter noch ihre Niederkunft verschoben, damit ihr Kind - nach der Abstimmung - in eine bessere Welt geboren werden würde. Wenn die Welt durch das Votum wirklich besser wurde, dann so geringfügig, dass das Kind es nie gemerkt hätte. Deshalb sorgten Mütter mit kleinen Kindern nun dafür, dass sie bei der Schicksalsabstimmung am Dienstagabend nicht mehr dabei sein mussten. Sie durften ihr Votum aus der Ferne treffen, über Bevollmächtigte, die in ihrem Namen abstimmten. Ein Abschied der Mütter auf Raten wie der Brexit selbst. Und das Schicksal hat damit erneut entschieden: Bald wird es in London neben dem Oberhaus und dem Unterhaus eine dritte Form des Parlamentarismus geben: Außer Haus. uka

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