Ärzte: Mehr als 35 Tote bei Räumung von Sitzblockaden in Sudan

Khartum. Nach der Räumung der Straßenblockaden der Opposition in Sudan ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben von Ärzten auf mehr als 35 gestiegen. Hunderte weitere Menschen seien bei dem gewaltsamen Vorgehen der Armee in der Hauptstadt Khartum verletzt worden, teilte das Zentralkomitee sudanesischer Ärzte am Dienstag mit.

Die sudanesische Armee hatte am Montag das zentrale Protestlager der Opposition in Khartum gewaltsam aufgelöst. Seit rund zwei Monaten hatten Tausende Demonstranten die Straßen rund um das Armeehauptquartier besetzt, nachdem Staatschef Omar al-Baschir infolge von monatelangen Massenprotesten im April gestürzt worden war. Sie forderten eine zivile Regierung für Sudan.

Der regierende Militärrat hatte nun die Proteste als »Gefahr für die Sicherheit und den öffentlichen Frieden« bezeichnet. In der Nacht zum Dienstag kündigte er die Vereinbarungen mit der Protestbewegung auf. Stattdessen sollen binnen neun Monaten Wahlen abgehalten werden, wie der Chef des Militärrats, General Abdel Fattah al-Burhan, bekanntgab. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung