Die Gartenkolumne: Alles blüht, was will man mehr

Wasser kann es für Boden und Pflanzen nicht genug geben

  • Von Peter Kollewe
  • Lesedauer: 2 Min.

Man kann die Spatenprobe machen und wird sehen, bis in welche Tiefe die Durchfeuchtung reicht. Also eine Kanne mehr kann nicht schaden, auch wenn es für einen Ausgleich der Defizite deutlich mehr braucht. Und zwar von ganz oben. Mal sehen, was der August bringt.

So quälten sich halt Gurken und Mangold, was bei ersteren wohl auch mit den oftmals kühlen Nächten zu tun hatte. Aber nun sieht es schon besser aus, und wir können uns auf die ersten »Erträge« freuen.

Dafür blüht es heftigst auf den Rabatten. Der Phlox zeigt sich in gewohnter Üppigkeit. Die Taglilien schieben eine Blüte nach der anderen. Dieses Jahr hat auch die Indianernessel ihre Trägheit aus dem Vorjahr überwunden und erfreut mit vielen ihrer irren Schönheiten. Die erste Rosenblüte ist leider vorüber, ebenso der erste Pilzbefall. Nun schieben sie neue Triebe. Auch die Neue im Garten, eine Harlekinrose, ist eine echte Bereicherung für die Optik. Erfreulich, dass sie so gut ihren Standort angenommen hat,

Also, was will man mehr als zurücklehnen und sich für einige Zeit an den Schönheiten erfreuen. Wenn, ja wenn nicht die Ameisen wären, die nimmermüde im Rasen, an den Beetkanten und teilweise auch an den Pflanzen ihre Nester gegraben haben. Bisher haben alle Vertreibungsversuche wenig gefruchtet. An sonnigen Stellen finden sich bis zu zwei Zentimeter große Eingangslöcher. Das nervt und tut den Pflanzen nicht gut, wenn der Boden keine Krume mehr hat, einfach nur noch Staub ist.

Tja, aber so ist nun mal Garten. Dafür blühen unsere Kletterbohnen über und über und - toi, toi,toi - bislang ohne Blattläuse, also auch ohne Ameisen!

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