Molly unterwegs

Zum Jaulen unlogisch!

  • Lesedauer: 2 Min.
Molly unterwegs

Die Corona-Pandemie weitet sich wieder aus, die Fallzahlen steigen kontinuierlich. Daher muss auch ich mich mit dem Thema Naherholung auseinandersetzen. Für Hunde in Berlin ist das gar nicht so einfach, wenn man sich an die vorgegebenen Regeln halten will. Dazu gehört, dass wir überall in der Stadt an der Leine gehen müssen - auch in Grünanlagen. An manchen Orten gibt es sogar ein Hundeverbot. Zum Ausgleich wurden sogenannte Hundeausläufe geschaffen. Diese sind auf der Internetseite der Senatsverwaltung unter www.berlin.de aufgelistet. Aber dass es sogar dort zumeist eine Leinenpflicht gibt, ist nun wirklich zum Jaulen. So was können sich tatsächlich nur Menschen ausdenken! Ein Auslauf ist eben kein Freilauf, sagen sie. Doch auch mit Blick auf den Freilauf, bin ich tierisch unzufrieden. Da heißt es auf besagter Internetseite gleich in der Überschrift unter der Rubrik »Hundeauslauf im Wald«: »Die Erholung der Menschen hat Vorrang - auch in Hundeauslaufgebieten«. Was nichts anderes heißt, als dass jeder dahergelaufene Jogger oder Radfahrer, der meint, ausgerechnet das Hundefreilaufgebiet für seine Freizeitaktivitäten nutzen zu müssen, statt zig anderer Möglichkeiten, Vorrang hat! Wieso eigentlich? Wenn da wenigsten stehen würde, dass Hunde, die mit ihren Menschen unterwegs sind, Vorrang haben, würde mir das ja noch einleuchten. Denn schließlich müssen wir unsere Menschen ja zum Herumtoben im Freien mitnehmen.

Jetzt könnte man ja sagen, dass das zum Glück nur im Westen Berlins gilt. Das Problem aber ist, dass die Vorschrift im Osten der Stadt nur deshalb nicht anzuwenden ist, weil es nicht mal offizielle Freiläufe gibt. Vielleicht haben sich dort die Bezirksvertreter gedacht, dass man die Konflikte ganz einfach umgeht, wenn man erst gar keine Hundefreiläufe schafft. Schöne Logik, oder?

Aufgeschrieben von Ulrike Kumpe

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