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EDITORIAL

  • Von Christof Meueler
  • Lesedauer: 1 Min.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Weihnachten ist Wahrheit: Die üblichen Phrasen, die über das Schenken im Umlauf sind, schmelzen unterm Tannenbau dahin wie der Schnee, von dem im Winter immer gesprochen wird, der aber anscheinend niemals mehr kommt, vor allem nicht Weihnachten. Es sei denn, man lebt im Gebirge. Wann war die letzte weiße Weihnacht in Berlin? Tja, äh, 2010, wir haben das recherchiert. Obwohl wir uns auch erinnern konnten, wie sich dann herausstellte.

Und Weihnachten stellt sich eben heraus, dass die üblichen Schenk-Phrasen nicht stimmen. Erstens die des Neoliberalismus, dass man nichts geschenkt bekommt. Das ist an Heiligabend schon mal falsch. Noch falscher ist es zweitens, vorher zu sagen, dass man bloß nichts geschenkt bekommen möchte, denn wenn das dann befolgt wird, steht man mit leeren Händen da und ist sehr deprimiert. Falsch ist auch drittens der Fußballtrainer-Sprech, dass man nichts zu verschenken habe. Doch - man muss nur wissen, was. Deshalb heißt diese Beilage auch »Sinnvoll schenken«. Schauen Sie doch mal rein. Und nicht erst am 24. Dezember. Denn dann wird’ s was geben, fest versprochen.

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