Volle Kraft für die Verkehrswende

Martin Kröger begrüßt die neue Initiative für eine autofreie Innenstadt

  • Martin Kröger
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Coronakrise hat paradoxerweise zwei gegensätzliche Auswirkungen auf die angestrebte Verkehrswende. Zum einen haben die Lockdowns etwa in Berlin für deutlich bessere Luft gesorgt, weil es weniger klimaschädlichen Autoverkehr gab. Zugleich fahren pandemiebedingt mehr Pendlerinnen und Pendler mit dem Auto als mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. Die massiven Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen dürften zudem dazu führen, dass wichtige Infrastrukturprojekte zum Ausbau des ÖPNV aufgeschoben werden müssen.

Überhaupt geriet die für den Klimaschutz so wichtige Diskussion über die Verkehrswende zuletzt etwas in den Hintergrund. Angesichts dessen ist es sehr begrüßenswert, dass Bündnisse wie »Berlin autofrei« aktuell mit einem Volksbegehren zur autofreien Innenstadt in der Metropole dazu beitragen, dass die Debatte neu entfacht wird. Wer einen nachhaltigen Klimaschutz möchte, kommt an gravierenden Veränderungen im Mobilitätsverhalten nicht vorbei. Für eine saubere und lebenswerte Stadt braucht es weniger Autoverkehr und mehr Möglichkeiten, sich ohne Autos fortzubewegen. Mit Autohass hat das nichts zu tun. Alle, die wirklich auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, sollen diese auch weiter nutzen.

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