Kinderrechte jetzt!

Markus Drescher über Corona-Hilfen für Kinder und Jugendliche

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Für Kinder und Jugendliche ist die Covid-19-Pandemie besonders hart. Diese Erkenntnis ist so simpel wie gut belegt. Treffen sie die Auswirkungen der Anti-Corona-Maßnahmen doch nicht nur im Hier und Jetzt. Fehlende soziale Kontakte etwa, kaum Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und nicht zuletzt die großen Bildungslücken - um nur einige Probleme zu nennen - beeinträchtigen im schlimmsten Fall nachhaltig die persönliche sowie die schulische und später die berufliche Entwicklung der Betroffenen.

Dass die SPD-Fraktion im Bundestag nun zwei Milliarden Euro fordert, um Angebote zu schaffen, die helfen sollen, Versäumtes ein Stück weit nachzuholen und die Schäden zu begrenzen, ist zunächst einmal richtig. Besser wäre es allerdings gewesen, den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen von Anfang an mehr Beachtung zu schenken, die Betroffenen gar einzubinden und vor allem dieses anhaltende Schule/Kita-auf-Schule/Kita-wieder-zu-Chaos gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Das Nicht-Beachten der Anliegen von Kindern und Jugendlichen selbst in dieser Jahrhundertkatastrophe ist einmal mehr Beweis dafür, dass die Kinderrechte und deren zwingende Beachtung sofort ins Grundgesetz aufgenommen gehören. Und zwar - anders als bisher vorgesehen - unverwässert.

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