Im Anzug gegen das Anzügliche

Bild der Woche

Elegante Pionierin. Sportlich mochte Sarah Voss keinen Erfolg feiern. Einen Sieg verzeichnete sie dennoch. Als erste deutsche Turnerin trug die 21-Jährige am Dienstag bei der EM in Basel einen Ganzkörperanzug. Den sonst üblichen badeanzugähnlichen Dress ließ sie in der Sporttasche, denn immer wieder kommt es dazu, dass anzügliche Fotos von Turnerinnen, etwa bei einem Spagat am Stufenbarren, veröffentlicht werden.

Die langen Anzüge sind erlaubt, wurden aber bislang fast ausschließlich von Turnerinnen getragen, die aus religiösen Gründen keine Haut zeigen wollten. Voss protestierte nun gegen die Sexualisierung ihrer Sportart, die oft mit Missbrauchsfällen zu kämpfen hat.

In den Endkampf schaffte es Voss weder auf dem Balken noch beim Sprung. Der Anzug habe sie jedoch nicht behindert, stellte sie klar. Ihre Teamkameradinnen Elisabeth Seitz und Kim Bui durften am Freitagnachmittag um Medaillen kämpfen. Dabei folgten sie dem Beispiel von Voss und starteten ebenfalls in Ganzkörperanzügen.ok

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung