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Entsetzen über Antisemitismus

In Deutschland häufen sich judenfeindliche Vorfälle. Kämpfe in Nahost halten an

Berlin. An die »dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte« fühlt sich Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, angesichts der Welle von antisemitischen Vorfällen in den letzten Tagen erinnert. Schuster fordert, wie auch zahlreiche deutsche Politiker, dass konsequent gegen diejenigen vorgegangen wird, die antisemitische Straftaten begangen haben.

Steffen Seibert, der Sprecher der Bundesregierung, erklärte: »Was in den letzten Tagen an Judenhass, an antisemitischen Beschimpfungen zu hören war, ist beschämend.« Pläne für Gesetzesverschärfungen gebe es derzeit allerdings nicht. »Wütend« mache ihn, dass »Juden in Deutschland sich in manchen Situationen nicht so frei und sicher bewegen können, wie es das Recht eines jeden Bürgers in Deutschland ist«, so der Regierungssprecher.

Eine weitere antisemitische Straftat wurde in der Nacht zum Montag im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen begangen. Unbekannte haben einen Gedenkstein für die von den Nationalsozialisten 1938 entweihte Synagoge der jüdischen Gemeinde Hohenschönhausen geschändet. Anwohner hatten entdeckt, dass der im Jahr 2000 eingeweihte Gedenkstein am einstigen Standort des Gotteshauses an der heutigen Konrad-Wolf-Straße mit hellgrüner Farbe übergossen wurde. Sie informierten die Polizei.

Im Nahen Osten dauert der Konflikt unterdessen mit der gleichen Härte wie in den letzten Tagen an. Bisherige Versuche, einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln, blieben erfolglos. Unterdessen hat die Palästinenserführung Kritik an den arabischen Staaten geübt, die ihre Beziehungen zu Israel normalisiert haben. Dies komme »der Unterstützung des Apartheid-Regimes und der Beteiligung an seinen Verbrechen gleich«, sagte der Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde.nd Seiten 5, 8, 9 und 16

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