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  • Deutsche Wohnen & Co enteignen

Enteignungsinitiative reagiert auf Vorwürfe

Deutsche Wohnen & Co enteignen äußert sich zu mutmaßlichem sexuellen Übergriff eines ehemaligen Sprechers

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen hat am Donnerstag eine Erklärung zu den Vorwürfen wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs gegen einen ehemaligen Sprecher abgegeben. »Es ist richtig, innerhalb der Kampagne wurde ein sexueller Übergriff zur Anzeige gebracht, wir können bestätigen, dass eine solche Anzeige erstattet wurde«, erklärt das Presseteam der Kampagne gegenüber »nd«.

Der Mietenaktivist Michael Prütz, einer der Mitbegründer der Kampagne für eine Vergesellschaftung profitorientierter, großer Wohnungskonzerne soll eine Aktivistin aus der Initiative bei einer öffentlichen Veranstaltung der Linkspartei im Juni sexuell genötigt haben, was Prütz bestreitet. Der beschuldigten Person sei von Seiten des Koordinierungskreises der Kampagne nahe gelegt worden, sich bis zur Klärung des Falles zurückzuziehen, heißt es seitens der Initiative. Und: »Eine Aufforderung, dies mit einer spezifischen Begründung gegenüber der Kampagne zu tun, hat es von Seiten des Koordinierungskreises nicht gegeben«, wird der Darstellung von Michael Prütz deutlich widersprochen.

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Der Ex-Sprecher hatte erklärt, man habe ihn aufgefordert, einen Burn-out vorzutäuschen. Der Koordinierungskreis, so heißt es weiter, habe mit Beratung von externen Stellen ein Verfahren erarbeitet, bei dem beide Parteien, sowohl die betroffene als auch die beschuldigte Person eingebunden werden sollten, wenn sie das möchten. Dieses Verfahren als Umgang zu wählen, sei auf der Versammlung der Kampagne mehrheitlich beschlossen worden. »Der Beschuldigte hat das abgelehnt, da er mit dem Verfahren nicht einverstanden ist. Die Betroffene hat ihre Teilnahme zugesagt«, heißt es von der Kampagne. Außerdem würden immer wieder bei Vorwürfen sexueller Übergriffe die Betroffenen öffentlich diskreditiert. Die Initiative lehne das ab. Sie bittet um einen »angemessenen Umgang«.

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