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Ein Zuhause für Wohnen, Neugier und Wissen

Das neue »Eckwerk« zwischen S-Bahntrasse und Holzmarkt soll ein junges, offenes Quartier werden

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 3 Min.
Holzmarkt forever: Vor gut zwei Jahren gingen die Berliner für das Projekt sogar auf die Straße.
Holzmarkt forever: Vor gut zwei Jahren gingen die Berliner für das Projekt sogar auf die Straße.

Das Berliner Wohnprojekt »Eckwerk«, das vor allem bezahlbares Wohnen für Studenten und Auszubildende sowie Büros in der Innenstadt versprach, kommt nun doch. Ein gleichnamiges Vorhaben, das die Holzmarkt-Genossenschaft an dem exponierten Standort An der Michaelbrücke, Ecke Holzmarktstraße geplant hatte, war vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg abgelehnt worden und 2018 gescheitert. Am Umgang der Wohnprojektplaner mit der Lärmbelastung in diesem verkehrsreichen Stadtgebiet hatten sich Auseinandersetzungen entzündet, die erst im vorigen Jahr gerichtlich beigelegt wurden.

Am Freitag stellten dort die Stiftung Abendrot als Grundstückseigentümerin, die Investoren und die beteiligten Architekturbüros den Entwurf für das neue, nun unter dem Namen »Wieweil« vermarktete Projekt vor. Entstehen soll »ein neuer Ort des Wissens und des Lernens«, wie die Projektgemeinschaft mitteilte. In ihr arbeiten die Kilian Immobiliengruppe (KIM) und die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte zusammen, ausgewählt von der gemeinwohlorientierten Stiftung. »Wir sind froh, mit dem Konsortium KIM/WBM erfahrene Berliner Partner gefunden zu haben, die bestrebt sind, die Ziele der Stiftung Abendrot mit einem tollen inhaltlichen Konzept zu realisieren und das lange geplante gemeinwohlorientierte Projekt in Berlin doch noch umsetzen werden«, erklärte Hans-Ulrich Stauffer, Gründer der Stiftung, einer Schweizer Pensionskasse.

»In einem Gebäude, das Platz bietet für eine innovative Mischung aus Arbeiten und Wohnen, sollen zahlreiche Projekte, Vereine, Organisationen und Unternehmen, die sich mit dem weiten Feld des Wissens und dessen Vermittlung beschäftigen, ihren zentralen Hub in Berlin finden«, heißt es in einer Mitteilung. Der Schwerpunkt wird demnach in der gewerblichen Nutzung liegen. Ein Viertel der rund 36.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche ist für Wohnen vorgesehen. Entstehen soll bezahlbarer Wohnraum in Wohngemeinschaften mit unterschiedlich großen Zimmern und Gemeinschaftsbereichen für 250 Studierende und Auszubildende.

Senat und Bezirk haben das »Wieweil« als genehmigungsfähig eingeschätzt. Bei der Präsentation zeigten sich Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke) und der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Grüne) sehr angetan von den Planungen. Beide Politiker haben das »Eckwerk«-Projekt seit Jahren begleitet und unterstützt.

Scheel betonte, es sei nicht selbstverständlich, in so zentraler Lage auf Maximalverwertung zu verzichten, so wie es die Abendrot-Stiftung gemeinsam mit dem Land tue. »Es ist hier gelungen, in einer guten Partnerschaft mit der WBM und der Kilian-Gruppe, die mit dem Land Berlin gut zusammenarbeitet, noch mal einen Neustart zu wagen und ein gutes Projekt daraus zu entwickeln«, sagte er.

Die Grundstücksgrenze des »Wieweil« verläuft parallel zum S-Bahn-Viadukt. Jenseits der Bahntrasse schließt sich der Holzmark an, ein Partytreff am Spree-Ufer mit Bar- und Marktbetrieb, Gastronomie-, Kultur- und Kreativeinrichtungen.

Die Gestaltung haben die Architekturbüros Kleihues+Kleihues und Graft übernommen. Noch seien viele Gestaltungsdetails des künftigen Stadtquartiers, das einen dreistelligen Millionenbetrag kosten werde, nicht ausgearbeitet, heißt es. Die Kubatur des »Wieweil« sehe bei Wahrung der Traufhöhe von 22 Metern drei auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss stehende Türme vor. Öffentlich begehbar sollen viele Bereiche im Erdgeschoss, Terrassen und die großzügige Grünzone mit Wissensmarkt, zwei Stadtgärten und einer Gasse entlang der S-Bahnbögen sein.

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