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Die wirkliche Apokalypse

Peter Steiniger über den UN-Gipfel zum Kampf gegen den Hunger

  • Von Peter Steiniger
  • Lesedauer: 2 Min.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) verteilt weltweit Lebensmittel an Hungernde, hier an Vertriebene in der Region Cabo Delgado im Nordosten von Mosambik.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) verteilt weltweit Lebensmittel an Hungernde, hier an Vertriebene in der Region Cabo Delgado im Nordosten von Mosambik.

Sie bilden die größte Risikogruppe der Welt, und Corona ist dabei nicht ihre erste Sorge. Etwa 811 Millionen Menschen waren nach Angaben der Uno im Jahr 2020 mit Hunger konfrontiert, mehr als 41 Millionen davon an der Schwelle zum Tod. Die Pandemie lässt diese Zahlen weiter steigen, die Aussichten sind düster. Viele, die in den ärmeren Ländern von der Hand in den Mund leben, die auf informelle Arbeit angewiesen sind, wurden noch tiefer in die Misere gestoßen. Die Chancen für Kinder, über Bildung zu einem besseren Leben zu gelangen, sind noch kleiner geworden.

Der Hunger, vor allem in Afrika, ist kein neues Problem. Verschärft wird es durch Unterentwicklung, durch immer mehr Naturkatastrophen, durch Stellvertreterkriege konkurrierender Mächte, die Tragödien wie die im Jemen hervorbrachten. In Afghanistan droht eine neue Katastrophe, und gierige alte Eliten haben das größte Land Südamerikas, Brasilien, wieder auf die Weltkarte des Hungers gesetzt. Bis 2030 will die Uno die Unterernährung besiegt haben, mit viel Geld für Forschung und Produktion. Dabei ist die eigentliche Ursache der Schande nicht ein Mangel an Nahrungsmitteln. Das Recht auf Nahrung scheitert am Profitstreben. Raubbau an der Natur, Überfluss und Verschwendung sind Seiten derselben Medaille.

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