Redaktionsübersicht

Peter Steiniger

Peter Steiniger
Jahrgang 1969, ist seit April 2020 im „nd“-Politikressort mit den Schwerpunkten Europäische Union und Brasilien tätig. Bei der „jungen Welt“ betreute er 13 Jahre lang die Online-Ausgabe und die Reportagen.
Aktuelle Beiträge von Peter Steiniger:
Scharfe Rhetorik gegen Minsk: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
EU und Nato Hand in Hand

Laute Töne zur Migrationskrise sollen überdecken, dass die von Nato und EU beschworene Solidarität nicht den Menschen gilt, auf deren Knochen das geopolitische Armdrücken an der östlichen EU-Außengrenze stattfindet.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Gitanas Nauseda, Präsident von Litauen, während des Treffens in Vilnius.
Drohkulisse gegen Belarus und Russland

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Nato-Generalsekretär Stoltenberg führten in Vilnius und Riga Gespräche zur Krise an der östlichen EU-Grenze. Dabei machten sie altbekannte Feindbilder aus.

Angehörige der britischen Polizei und des Grenzschutzes beobachten, wie ein Schlauchboot mit mutmaßlichen Migranten an einem Strand ankommt.
Abgeschobene Verantwortung

Nach der mit 27 toten Migranten bisher opferreichsten Katastrophe auf der Route über den Ärmelkanal schieben sich die Regierungen in Paris und London die Verantwortung gegenseitig zu.

Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson erhält eine zweite Chance, zur schwedischen Ministerpräsidentin gewählt zu werden.
Zweite Chance für Magdalena Andersson

Die Frau, die als erste Frau überhaupt in Schweden zur Staatsministerin gewählt wurde, muss ihr Glück noch einmal versuchen. Am kommenden Montag wird Parlamentspräsident Anders Norlén den Reichstag erneut über Magdalena Andersson abstimmen lassen.

Abgeordnete applaudieren nach der Abstimmung im Reichstag über die Ernennung von Magdalena Andersson (r.) zur neuen schwedischen Ministerpräsidentin.
Kurze Amtszeit für Magdalena Andersson

Im hundertsten Jahr seit Einführung des Frauenwahlrechts in Schweden hat der Reichstag in Stockholm am Mittwoch mit der Wahl der Sozialdemokratin Magdalena Anderson zur ersten Ministerpräsidentin Geschichte geschrieben. Nur Stunden später tritt sie zurück.

Hoffnunsträgerin: Ein Plakat wirbt in Malmö für eine Veranstaltung mit der Linke-Vorsitzenden Nooshi Dadgostar.
Offensive Taktik

Schwedens Linkspartei und ihre Vorsitzende Nooshi Dadgostar machen Furore. Bei der Wahl von Magdalena Andersson zur Regierungschefin nutzte die Linke ihre Verhandlungsmacht zugunsten der »kleinen Leute«.

Ohne eine Übereinkunft mit der Linkspartei kann Magdalena Andersson nicht Schwedens erste Regierungschefin werden.
Kein Selbstzweck

Der aktuelle Schwedenkrimi wird am Mittwoch ab neun Uhr vielleicht aufgelöst. Dann stimmt der Reichstag in Stockholm darüber ab, ob die Sozialdemokratin Magdalena Andersson neue Regierungschefin wird.

Auf Rekordniveau: verbrannte und abgeholzte Flächen im Amazonas-Gebiet.
Bolsonaros Handschrift

Bolsonaros Politik schlägt eine immer breitere Schneise der Verwüstung in den tropischen Regenwald des Amazonasbeckens. Das Abholzen und Brandroden des Primärwaldes dort hat den höchsten Wert seit 2006 erreicht.

Das Hauptgebäude der Volkshochschule liegt in grüner Umgebung an Malmös östlichem Stadtrand.
Schwedens rote Schule

Eine Schule wie andere will die Volkshochschule Kvarnby in Schwedens drittgrößter Stadt Malmö nicht sein. Hier will man die Welt verändern: »Wir sind die Schule der Linken.«

Politisch umkämpftes Feld

Sie nennt sich bewusst »Die Schule der Linken«. Denn Kvarnby ist mehr als nur eine von 154 Volkshochschulen in Schweden, die Erwachsenenbildung betreiben. Sie ist auch ein Ort für politisch Aktive.

Zynische Geopolitik

Mit seinem Coup als »Flüchtlingshelfer« hat der belarussische Präsident Lukaschenko die EU empfindlich getroffen. Die ist sich untereinander in der Migrationspolitik nicht grün und sieht bei Asylsuchenden immer stärker rot.

Ein Bein im Knast

Mit Drohungen gegen den Obersten Gerichtshof unter Bezug auf das Ermächtigungsgesetz AI-5 während der Diktatur in Brasilien lehnte sich das Abgeordnete Daniel Silveira weit raus und landete im Kittchen. Unter Auflagen ist er vorerst wieder frei.

Digitaler Kapitalismus

Sie nennen sich soziale Netzwerke und verkaufen sich selbst als Gemeinschaften, die uns auf Du und Du miteinander verbinden. Das ist eine Farce: Ihr Daseinszweck und Geschäftsmodell ist das Datensammeln zum Profitmachen.

Die neue Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Magdalena Andersson, während ihrer Rede nach der Wahl auf dem Parteitag in Göteborg.
Schwedischer Spagat

Bei ihrer traditionellen Stammwählerschaft haben Schwedens Sozialdemokraten an Rückhalt verloren. Bei der Reichstagswahl 2022 will die Schwesterpartei nun ein ähnliches Kunststück schaffen, wie es der SPD mit dem blassen Hamburger Olaf Scholz glückte.

Stefan Löfven gibt den Stab weiter: Finanzministerin Magdalena Andersson soll zeitnah auch den Posten des Regierungschefs von ihm übernehmen.
Magdalena Andersson übernimmt Führung

Auf ihrem Kongress in Göteborg stellte die Sozialdemokraten von Noch-Ministerpräsident Stefan Löfven die Weichen für die Wahl zum Schwedischen Reichstag im September des kommenden Jahres. Neu an der Spitze der Partei steht nun Magdalena Andersson.

Das Schiff «Sea-Eye 4» mit mehr als 800 geretteten Migranten an Bord bei der Ankunft in Trapani.
Sicherer Hafen für Gerettete

Mehr als 800 Menschen wurden im zentralen Mittelmeer von einem deutschen Schiff gerettet. Bis es in einen Hafen einlaufen durfte, musste es tagelang warten.

Nach dem Scheitern des Haushaltsentwurfs der Regierung löst Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa wie erwartet das Parlament auf.
Portugals wirkliche Krise

Die Sozialisten von António Costa haben es darauf ankommen lassen und die nun eingetretene politische Krise ist nicht von der Hand zu weisen. Ihre Ursachen liegen tiefer als im Streit um einen Haushalt. Ob das Kalkül der PS aufgeht, wird sich zeigen.

Weich gefallen

Die britische Finanzaufsichtsbehörde hat bei ihren Ermittlungen neue Erkenntnisse über Verbindungen des Chefs der internationalen Großbank Barclays, Jes Staley, zu Jeffrey Epstein gewonnen. Jetzt musste Staley seinen Stuhl räumen.

Ein Polizist steht Wache am Tatort neben dem zerstörten Bus.
Feuer und Flamme für das Brexit-Protokoll

Paramilitärs haben in Nordirland eine gewaltsame Kampagne gegen das Zusatzprotokoll zum Brexit, das einen Sonderstatus für die Provinz nach dem britischen EU-Austritt garantiert, begonnen.

Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten stimmte im Parlament in Lissabon gegen den von der Regierung vorgeschlagenen Staatshaushalt.
Alle gegen eine in Portugal

Die politische Krise in Portugal ist da. Einen Rücktritt hat Ministerpräsident António Costa von den sozialdemokratischen Sozialisten (PS) sofort nach der Ablehnung des Haushaltsentwurfs seiner Regierung im Parlament am Mittwochabend ausgeschlossen.