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Frühzeitiges Warmlaufen für die Metall-Tarifrunde

Warum Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf mit seiner Forderung nach einer Nullrunde nicht durchkommen wird

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.
Mit Aktionen wie Autokorsos machte die IG Metall in der vergangenen Tarifrunde Anfang des Jahres coronakonform Druck.
Mit Aktionen wie Autokorsos machte die IG Metall in der vergangenen Tarifrunde Anfang des Jahres coronakonform Druck.

Die nächste Tarifrunde in der Metallindustrie dürfte spannend werden. Während IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bereits vor einiger Zeit angesichts der derzeit hohen Inflationsraten ein dickes Plus in der Lohntüte forderte, brachte Gesamtmetallchef Stefan Wolf jetzt eine Nullrunde ins Spiel. Dabei ist gar nicht mal so bemerkenswert, dass die beiden Tarifparteien so weit auseinanderliegen, sondern, dass sie sich schon jetzt warm laufen. Denn die nächste Tarifrunde ist erst für Herbst 2022 angesetzt.

Insofern ist auch fraglich, ob die Argumentation von Arbeitgeberchef Wolf dann noch zieht. Denn während die Lebenshaltungskosten in einem Jahr weiterhin höher als in der Vergangenheit sein werden, kann die konjunkturelle Lage durchaus ganz anders aussehen. So begründet die Arbeitgeberseite ihre Forderung nach Lohnverzicht damit, dass es in der Branche aufgrund eines »verheerenden Corona-Jahres« 2020 und der derzeitigen Chipengpässe »nichts zu verteilen« gebe.

Doch sollten sie es sich genau überlegen, ob sie damit auch durchkommen. Zwar gilt die IG Metall als eine Gewerkschaft, die ungern streikt. Dafür hat sie bisher aber auch so meist recht gute Tarifergebnisse erzielen können. Denn wenn sie mal muss, ist sie gut aufgestellt.

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