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RKI für maximale Kontaktbeschränkungen

Massive Infektionswelle mit Omikron-Variante befürchtet

  • Von Gabi Kotlenko
  • Lesedauer: 2 Min.
Weihnachten ohne viele Kontakte heißt es auch dieses Jahr wieder
Weihnachten ohne viele Kontakte heißt es auch dieses Jahr wieder

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfahl noch vor Beginn der Bund-Länder-Beratungen zur Coronakrise (nach Redaktionsschluss) »maximale Kontaktbeschränkungen«. Diese sollten »sofort beginnen« und flächendeckend bis zunächst Mitte Januar gelten, schrieb das RKI am Dienstag auf Twitter. Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollten beraten, wie sich Deutschland auf die befürchtete massive Infektionswelle mit der Omikron-Variante des Coronavirus vorbereiten kann. Doch deutete alles darauf hin, dass neue Maßnahmen nicht vor Weihnachten gelten sollen. Wie das RKI betonte, hänge der Verlauf der Pandemie auch »vom Verhalten der Bevölkerung an den Festtagen« ab. Die Impfgeschwindigkeit müsse auf ein Maximum gesteigert werden. Das RKI geht davon aus, dass sich die Lage dramatisch ändert, wenn Omikron vorherrschende Variante ist.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat unterdessen die Verkürzung des Impfabstands bei der Auffrischungsimpfung von sechs auf mindestens drei Monate empfohlen. Ältere oder Vorerkrankte sollten bevorzugt berücksichtigt werden. Der Impfschutz bei vollständig Geimpften nehme gegenüber der Omikron-Variante bereits drei bis vier Monate nach der Grundimmunisierung »signifikant« ab. Nach der Auffrischungsimpfung steige die Schutzwirkung deutlich an.

Die EU-Kommission in Brüssel teilte am Dienstag mit, ohne Booster seien EU-Impfzertifikate künftig neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus ungültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft. Theoretisch können die EU-Länder noch ein Veto einlegen, was aber so gut wie ausgeschlossen ist. Mit den neuen Regeln sollen einheitliche Reiseregeln innerhalb der EU garantiert werden.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hofft, dass nach der Zulassung von Novavax in Ostdeutschland die Impfzurückhaltung sinkt. Bisher nicht geimpfte Bürger könnten sich jetzt entscheiden, »ob sie sich wirklich gemein machen wollen mit Gewalt und Einschüchterungen oder ob sie echte Alternativen haben möchten zu den bisherigen Impfstoffen«. Er appellierte an die Bürger, sich impfen zu lassen. Mit Agenturen

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