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Journalisten am Limit

Warum der Hashtag #AusgebranntePresse von Bedeutung ist

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: 1 Min.
#AusgebranntePresse: Journalisten am Limit

Journalisten berichten derzeit auf Twitter unter dem Hashtag #AusgebranntePresse von Angriffen, Beleidigungen und Bedrohungen, die sie in den vergangenen Jahren auf Demonstrationen erlebt haben. Der erschütternde Einblick ist für viele Medienschaffende in Deutschland traurige Realität, auch mitunter für »nd«-Redakteure. Mittlerweile holen nicht nur gefestigte Neonazis und Verschwörungstheoretiker zum Schlag gegen die »Lügenpresse« aus, wenn ihnen ein Journalist nicht passt. Von aufgehetzten Bürgern aus der »Mitte der Gesellschaft« geht spätestens seit den Pegida-Aufmärschen eine ebenso große Gefahr aus. In Teilen des Landes ist es nur noch unter hohem Risiko möglich, von bestimmten Protesten zu berichten.

Ein zentraler Grund hierfür ist die Passivität von Polizisten. Oftmals wird von den Beamten weggeschaut oder nicht eingeschritten, wenn Journalisten bei Demonstrationen attackiert werden. Manchmal sind es die Polizisten sogar selbst, die die Berichterstattung behindern. Doch selbst, wenn sich das Verhalten der Behörden ändert: Damit Medienschaffende bei Einsätzen mit Gewalterfahrung nicht ausbrennen, braucht es mehr. Unter anderem eine professionelle Ausbildung und Betreuung, gute materielle Arbeitsbedingungen, Solidarität unter Kollegen und eine unterstützende Redaktion.

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