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Keine Zeit zu verlieren

Politische Rahmenbedingungen könnten Radverkehr stärken

  • Haidy Damm
  • Lesedauer: 1 Min.

Im Koalitionsvertrag der Ampel finden sich unter dem Stichwort Radverkehr ganze drei Sätze – einer davon bezieht sich auf Fußgänger*innen. Das ist keine gute Voraussetzung, bei dem Thema große Sprünge zu erwarten. Dabei können sich zwei Drittel der regelmäßigen Pkw-Nutzer*innen laut einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW vorstellen, häufiger mit dem Rad zu fahren. Und das nicht nur in Großstädten. Damit der Tritt in die Pedale attraktiver wird, wünschen sich die Befragten eine bessere Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, mehr Radwege, sichere Abstellmöglichkeiten und so manche*r auch ein E-Bike, um längere Wegstrecken leichter und schneller zurücklegen zu können.

Es ist also Zeit für neue politische Rahmenbedingungen, denn der Verkehr spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele. Zuletzt fielen hier rund 20 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen an, insbesondere durch private Autofahrten.

Klimaneutralität sei international zugesagt, erklärte der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing von der FDP zu seinem Amtsantritt: »Wir haben keine Sekunde Zeit zu verlieren, diese jetzt auch umzusetzen.« Die Frage ist: Worauf wartet der Mann?

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