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Personalplanung neu denken

Daniel Lücking über ausgeweitete Arbeitszeiten in der Pandemie

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Irgendwann ist das Ende erreicht. Wer Investitionen scheut lebt von der Substanz. Das gilt für Personal wie auch bei den deutschlandweit maroden Brücken.
Irgendwann ist das Ende erreicht. Wer Investitionen scheut lebt von der Substanz. Das gilt für Personal wie auch bei den deutschlandweit maroden Brücken.

Gern trifft diese Entscheidung sicherlich niemand und kapitalistisches Profitstreben steckt in der Pandemie wohl nicht dahinter. Die Landesregierung in Niedersachsen trifft rechtliche Vorkehrungen, um Personal im Bereich der kritischen Infrastruktur, wie in Wasserwerken, länger arbeiten zu lassen. Dass Kolleg*innen bald in größerer Zahl krankheitsbedingt ausfallen, lässt der Omikron-Verlauf vermuten.

Dabei Rücksicht auf betriebliche Mitbestimmung nehmen zu wollen, wirkt wie ein Placebo. Wenn im Mehrschichtsystem auch an Sonntagen gearbeitet werden muss, wenn vereinzelt dann auch bis zu 60 Stunden pro Woche gearbeitet werden soll, dann ist das vor allem eine Bankrotterklärung bei der Personalplanung.

In den letzten Jahren wurden Stelleneinsparungen in allen öffentlichen Bereichen zum Allheilmittel bei Kostendruck. Das rächt sich auch nach der Pandemie. Sachzwänge werden danach die Arbeitsbelastung hochhalten. Nachrangig priorisierte Aufgaben, die liegen blieben, müssen irgendwann aufgearbeitet werden. So werden die öffentliche Verwaltung und der Bereich der kritischen Infrastruktur auf einen ähnlichen Weg geführt, der schon im Straßenbau nicht klappte. Marode Brücken allerorts, da Investitionen und zusätzliche Ausgaben gescheut wurden. Das ist und wird kritisch.

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